Review

Inhalt:

In der hochmittelalterlichen chinesischen Martial-World, kämpfen die Clans einmal mehr um die Vorherrschaft. Der skrupelose und machtgierige Liu Shen (Lo Lieh) vom "Five Venom"-Clan, will die Herrschaft über die Martial-World an sich reißen. Die "5-Gifte"-Spinne des Clans, ist dessen gefährlichste Waffe, kann diese doch hochgiftige Netze und todbringende Toxine versprühen. Die Spinne wurde daher über 100 Jahre in Verschluss gehalten, nur der Boss (Wang Hsieh aka Wong Hap) des "Five Venom"-Clans weiß wo die Spinne versteckt gehalten wird.

Liu Shen, der ein Liebesverhältnis zur Ehegattin (Angela Yu Chien) des Clan-Führers unterhält, lässt Gerüchte streuen, dass die Spinne wieder aufgetaucht ist, was die anderen Clans in Aufregung und Alarmbereitschaft versetzt. Fei Ying Xiang (Yue Hua), älterster Schüler des Clans der WuDang, wird vom WuDang-Priester Tian Suan (Ching Miu) ausgesendet, diesen Gerüchten nachzugehen. 

Er begegnet der Tochter des "Five Venom"-Clanführers, der aparten Hong Susu (Ching Li). Die beiden heiraten sogar, gleichwohl Hong Susu als "Five Venom"-Clanmitglied für die WuDang nicht tragbar ist. Liu Shen bringt derweil die "5-Gifte"-Spinne an sich, der "Five-Venom"-Clanführer wird brutal getötet, Fei Ying Xiang´s Bruder Yingjie wird schwer verletzt und ist an den Beinen für immer gelähmt, und Hong Susu wird mit absurden Anschuldigungen konfrontiert, als die anderen Clan-Führer in WuDang zusammenkommen.

Nach etlichen Intrigen und Wirren, eskaliert die Situation, und es kommt zum Show-Down mit viel Magie und einer befreiten "5-Gifte"-Spinne. Schließlich kommt es auch zum Kampf mit Schwertern gegen Liu Shen, der seiner gerechten Strafe nicht entgehen soll...!

Kritik:

Tja, leider nicht der beste Film von Regisseur Chu Yuan, und eines der schwächeren Werke der Shaw Brothers, für die dieser fantasivolle, üppig ausgestattete aber auch in seiner Handlung verworrene und dröge WuXia-Eastern 1976 entstand.

Die Ausstattung in den noblen Studio-Sets der Shaw Brothers ist prachtvoll und detailreich, die Atmosphäre düster und geisterhaft, leichtes Gruseln erzeugend und die Bildführung bemüht. Die Darsteller*Innen agieren solide, ja intensiv, Nebelschwaden en masse, Explosionen und Kawumm, und eine echte Tarantel die von bunten Lichtern und Blitze "eingerahmt" wird, muss als Superwaffe des berüchtigten "Five Venom"-Clans herhalten. Dazu noch etwas -und leider viel zu wenig- Fightaction (fast nur Swordplay und wenig KungFu), und das war es dann an Positivem.

Aber reicht das? Die Handlung ist so dünn wie verworren, an sich auf das Wesentlichste reduziert einfach, aber umständlich-wirr und letzlich drög-langweilig in Szene gesetzt. Dazu die B-Pic-Billigeffekte, die aus heutiger Sicht -und wohl auch schon damals, so im Jahr von "Star Wars"- eher lächerlich wirken. Hinzu kommt, dass Chu Yuan mit einer Personenfülle und einem Story-Kringelchen hier und einem Handlungs-Kringelchen da, seinen Film überfrachtet, und das den Zuschauer weiter überfordert und langweilt.

Wenn man das Ganze wenigstens mit kerniger Fightaction aufgelockert und aufgemotzt hätte, aber die Schwert- und KungFu-Fights sind viel zu rar eingesetzt, und zudem zwar solider Standard und wie bei den Shaw Brothers rasant und dynamisch, auch blutig, aber nicht hochklassig. Da setzte Chu Yuan eher auf Kawumm, Explosiönchen und billige Effekte, aber das riss nicht wirklich den Betrachter vom Hocker.

Yue Hua, schwitzend-verzweifelter Held des Ganzen, irrt fast etwas durch das Handlungs-Schema und seine Figur wirkt naiv und überfordert. Aber er hält tapfer durch, und ackert sich durch diesen WuXia-Eastern. Ching Li ist seine Partnerin, sie flennt und turnt sich ebenfalls so naiv wie tapfer durch den Streifen und das wirr-dröge Script. Lo Lieh ist der Bösewicht, will diabolisch als solcher wirken, das verpufft allerdings fast zur Lächerlichkeit durch die Handlung und die dürftigen Effekte. Eher belächeln tut man auch Wang Hsieh (aka Wong Hap), obgleich der als Chef des "Five Venom"-Clans auch eher teuflisch wirken sollte. 

Lily Li und Wang Chung, zwar Shaw-Prominenz aber ihre Rollen geben wenig her, Shaws Vielfilmer Ku Feng und Norman Chu am Rande, und so lala im Spiel.

"The Web of Death", nicht wirklich schlecht, aber auch nicht gut, unterer Durchschnitt bestenfalls, und für einen WuXia-Eastern der Shaw Brothers von Chu Yuan daher eher enttäuschend und zum ´schnell Abhaken´ nach der Sichtung.

4/10.

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