Inhalt:
China, während einer hochmittelalterlichen Epoche. Zhao Jue (Ai Fei), ist der Enkel des ehemaligen Kaisers, welcher brutal ermordet wurde.
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Kaiser vom eigenen Bruder getötet wurde..., die Herrschaft geht auf diesen Zweig der kaiserlichen Familie über.
Zhao Jue wird der Titel eines "Prinzen von Xiang Yang" verliehen, mit dem er Vorlieb nehmen muss.
Doch Zhao setzt alles daran, die Herrschaft an sich zu reißen. Dazu will er getreue Kämpfer um sich versammeln.
Diese zeigen ihre Loyalität durch wertvolle Geschenke, so auch der Meister-Dieb Hua Chong (Lu Feng), der ein wertvolles Jade-Pferd entwendete.
Die Schätze werden, so wie eine Liste, die die Namen aller Rebellen beinhaltet, im "House of Traps", dem "Haus der Fallen" verwahrt.., welches mit todbringenden Vorrichtungen und etlichen, gelb gewandeten Kämpfern bestückt ist.
In der Hauptstadt ist man gewarnt! Ein kaiserlicher Inspektor, Yan Chu Min (Sun Chien), soll die Rebellion aufdecken..., diesem schließt sich Bai Yu Tang (Chin Siu Ho) vom Ratten-Clan an. Dieser findet im "House of Traps" den Tod...!
Doch taucht unvermittelt ein weiterer Kämpfer auf, der sich den Rebellen anschließen will..., doch ein Agent ist, der ebenfalls die Rebellion aufzudecken gedenkt: Zhi Hua (Kuo Chui aka Philip Kwok)!
Es entbrennt schließlich ein mörderischer Kampf......
Fazit:
Im Jahre 1982 konzipierte Star-Regisseur Chang Cheh für die Studios der Shaw Brothers diesen Eastern, der einer der letzten Venom-Actioner und bereits von Auflösungs- und Abnutzungserscheinungen dieses legendären Gespanns negativ beeinflusst war.
Es entstand ein größtenteils doch zäh-handlungslastiger Streifen, welcher vor allem zur Mitte hin etliche Längen besitzt, in dem für einen Film dieser Sorte doch all zu viel dialogisiert wird, und dem es somit insgesamt betrachtet an Drive fehlt.
Da Chang Cheh mit seinem Venom-Ensemble und dessen oft spritzigen Eastern die Messlatte selbst denn sehr hoch legte..., ist dieser Streifen hier schon etwas ernüchternd langatmig geraten.
Spannung kommt so denn nur ansatzweise auf, zu zäh baut diese sich aber auf..., und die Stärken des Films können nur mühsam die Sache rausreißen.
Der Plot, dessen formelhafte, schematische Konzeption, zu viele Figuren und Blablabla, machen aus "The House of Traps" kein herausragendes Eastern-Vergnügen..., und lassen den Zuschauer diesen Film schnell abhaken. So ging mir es jedenfalls nach der Betrachtung.
Dennoch, einige Stärken hat dieser Eastern, der für sich genommen, so noch den absolut eingefleischten Eastern-Fan einigermaßen unterhält.
Das Venom-Ensemble Chang Cheh´s, es befand sich hier schon in einer gewissen Auflösung..., so ist denn Lo Mang schon nicht mehr mit dabei.
Sie waren denn auch mehr KungFu-Akrobaten..., denn Schauspieler, doch zeigt hier vor allem Kuo Chui eine erstaunliche Spielfreude..., und auch die anderen bemühen sich, gegen das mau-wirre Script gegen an zu spielen. Immerhin.
Auch sind die legendären, luxuriösen Shaw-Studio-Sets wieder eine Stärke..., geben allem diese typische Atmosphäre, wie sie wohl einmalig im Eastern-Bereich, ja überhaupt in der Filmwelt waren.
Auch hier können sie wieder optisch überzeugen, vor allem im heimlichen Star des Films, dem "Haus der Fallen", mit allerlei technischem Schnickschnack..., und auch das Tempo des Films zieht in den Szenen in diesem skurrilen Haus merklich an.
Chang Cheh geht nicht raus..., alles spielt in den Studio-Sets der Shaw Brothers, ein klares Plus dieser Produktion.
Neben Kuo Chui und dem Shaw-Studio-Design sind natürlich die zu rar gesäten KungFu-Fights das Highlight von "House of Traps"!
Das sind rasante, blutige Fights..., KungFu-Action in Vollendung, und einmal mehr zeigen die Venoms, dass sie über eine herausragende Körperbeherrschung verfügen..., und richtig klasse Action darbieten können, wenngleich hier vieles auch ziemlich routiniert abläuft.
Und typisch Chang Cheh fließt und spritzt reichlich Blut....
"House of Traps"..., ein handlungslastiger Venom-Eastern..., der schon deutlich aufzeigte, dass die Ära "Chang Cheh + Venoms" sich ihrem Ende neigte.
Einige Stärken können das Ganze für eingefleischte Shaw- und Eastern-Anhänger noch auf ein mittelprächtiges Niveau hieven.
Sehr, sehr knappe, wohlwollende 6/10 Punkte stehen zu Buche.