Claude Dupree besitzt ein Wachsfigurenkabinett , in dem er die Figuren berühmter Serienkiller ausstellt . Von Jack the Ripper über Attila bis hin zu Lizzie Borden . Als ihm eines Tages ein Amerikaner Geld für dieses Museum anbietet , ist Dupree nicht abgeneigt es zu verkaufen , doch einigen Leuten in seiner Umgebung passt der Verkauf nicht und auch seine Wachsfiguren scheinen etwas dagegen zu haben ! In der Nacht vor dem Tag , an dem Dupree seine Entscheidung bekannt geben will , wird er nämlich von der Wachsfigur von Jack the Ripper ermordet . Seine Nichte erbt daraufhin das Museum und zieht mir ihrem mürrischen Vormund Julia Hawthron in das Gebäude . Doch das Morden endet nicht und bald ist Duprees´ Nichte überzeugt davon , dass ihr Onkel gar nicht tot ist ...
" Terror in the Wax Museum " ist ein Film , der die gesamte Zeit über mit seinen detaillierten Sets und einer brauchbaren Atmosphäre punkten kann . Da gibt es nicht nur das Wachsmuseum mit den ausgestellten Mördern , sondern auch die daneben liegende Kneipe , eine kleine alte englische Straße mit Geschäften und den Keller des Museums mit einem großen Bottich voll brodelnd kochendem Wachs , die für Stimmung sorgen .
Dazu fährt TitWM noch einen beachtlichen Haufen Darsteller auf , die damals zwar ihre größte Zeit größtenteils schon hinter sich hatten , aber dennoch überzeugen können - von Elsa Lanchaster ( Frankensteins Braut , Eine Leiche zum Dessert ) über Ray Milland ( Bei Anruf Mord ) und Maurice Evans ( Planet der Affen ) bis hin zu John Carradine ( Die zehn Gebote , Der Hofnarr ) .
Auf Dauer ist es dann nur etwas ermüdend die im Prinzip immer gleichen Morde in den immer gleichen ( wenn auch gut gestalteten ) Kulissen zu sehen und auch wenn man sich Mühe gibt anzudeuten , dass es eine paranormale Erklärung geben könnte , ist doch relativ schnell klar , dass man es vielmehr mit einem Whodunit Krimi zu tun hat . Immerhin kommt am Ende so etwas wie Spannung auf , da es einige Verdächtige gibt - wie Duprees´ Geschäftspartner oder einen Quasimodoartigen Gehilfen im Keller des Museums und auch ein ermittelnder Polizist ins Fadenkreuz gerät , als er mal eben im falschen Moment verschwunden ist - und alle Leute gleich verdächtig sind . Die Lösung erscheint dann aber leider ziemlich willkürlich und das Motiv auch sehr banal , weswegen man von einer kleineren Enttäuschung sprechen kann .
Fazit : Gut ausgestattet und besetzt , erwartet man bei " Terror in the Wax Museum " einen stimmungsvollen Gothic Horror , wird aber eher mit einem Whodunit Gruselkrimi konfrontiert . Auf Dauer sind der Verbleib in den stets selben Sets und auch die Geschichte etwas zu eintönig um für einen echten Klassiker zu sorgen , zumal man auch mangels Hinweisen nicht auf den Mörder ( oder die Mörderin ) kommen kann . Doch Fans von Edgar Wallace Filmen könnten sich hier einigermaßen heimisch fühlen ...
*** Film wurde im englischen Original , allerdings in einer leicht gekürzten Version , gesehen !!!