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Die Cowboys Harry (Peter Fonda) und Arch (Warren Oates) sind seit nunmehr fast 7 Jahren unterwegs, von einem Job zum anderen. Ihr eigentliches Ziel ist Kalifornien und dort v.a. der Ozean, von dem besonders Arch und der Dritte im Bund, der Grünschnabel Luke, träumen.
Harry verließ vor eben nahezu 7 Jahren seine alte Heimat, seine Farm, seine Frau und seine Tochter, weil ihm die Sesshaftigkeit nicht behagte.
Nun entschließt er sich, zu seiner alten Farm zurückzukehren, wobei Arch ihn begleitet. Doch eine Rachegeschichte holt beide wieder ein und bedroht das neue, nicht eben leichte Leben bei seiner Frau.

Der weite Ritte (The Hired Hand im Orignal) ist eine von drei Regiearbeiten Peter Fondas und seine bekannteste. Allerdings war diesem Film seinerzeit kein großer Erfolg beschieden und erst in den letzten Jahren kam ein aufwändig restaurierte Directors Cut (auf Initiative von Martin Scorsese) heraus, der es nun ermöglicht diesen Film wiederzuentdecken.
Der Film ist ruhig erzählt, geradezu wie eine Ballade und doch keine Minute langweilig. Er erzählt eine zeitlose Geschichte von Unruhe, Aufbruch, Träumen und dem Nichterreichen von Zielen. Als Harry zu seiner Frau zurückkommt, ist diese verständlicherweise nicht begeistert und ist verbittert. Doch Arch, der fast als Mittler zwischen beiden fungiert, schafft es, so etwas wie Verständnis für Harry bei ihr zu erreichen. Es sind echte Figuren, keine Klischees oder Formeln.
Die Schauspieler, besonders Warren Oates, sind hervorragend, Fondas Regie sicher und souverän und die Musik ist extrem passend. Ein echtes Westernjuwel, zeitlos und wunderschön und auf jeden Fall eine Sichtung wert. Empfehlenswert!

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