Der Wissenschaftler Adam Fletcher (Bill Gribble) hat für das Militär einige Rottweiler in Killermaschinen umfunktioniert. Durch einen Transport per LKW will man die Viecher in eine andere Basis verfrachten, doch der LKW hat einen Unfall, der Fahrer stirbt, doch die Hunde können entkommen. Mit ihrem Hass auf den Menschen, machen sie kurz darauf einen beliebten Ferienort unsicher. Sheriff Hank Willis (Earl Owensby) sieht sich bald mit verstümmelten Leichen konfrontiert. Erst durch Adam kann die Geschichte aufgeklärt werden, aber es ist schon fast zu spät. Die Hunde haben ein Ferienhotel umzingelt und ziehen mordend durch die Stadt. Hank und einige Andere gehen mit einem Waffenarsenal gegen die vierbeinigen Killer vor, während Adam andere Interessen verfolgt.
"Bloodline" klingt wirklich vielversprechend, enttäuscht aber auf ganzer Linie. Gerade die 80er Jahre Horrorfilme warten meist mit einem tollen Score und unerreichter Atmosphäre auf den Zuschauer, doch dieser Hundehorror hat davon nur reichlich wenig zu bieten. Der Film fängt schon trocken an, denn Worth Keeter (Power Rangers, L.A. Bounty) nimmt sich sehr viel Zeit für die uninteressanten Charaktere, die Hunde dürfen erst nach einer guten halben Stunde zum ersten Mal zuschlagen. Der Unfall mit dem LKW ist sehr lächerlich in Szene gesetzt und obwohl das Ding gleich in die Luft fliegt, können die Killerhunde entkommen.
Sogleich wird ein ganzes Kamerateam samt Modells ausgerottet, doch danach fällt "Bloodline" erneut in ein Tief. Die Hundeattacken sind kaum spektakulär und geschehen meist auch im Off. Der Zuschauer bekommt dann nur die blutige Leiche zu sehen und erst im Finale werden die Attacken etwas aufregender. Aber der Film will einfach nicht in die Gänge kommen und gerade die Motive und das Gesabbel des Militärs sind wirklich lächerlich. Auch sonst sind banale Dialoge an der Tagesordnung und Sheriff Hank Willis sieht mit seiner Datschkappe wie ein Heckenpenner aus, der zu tief ins Glas geschaut hat. Verkörpert wird er von Earl Owensby, hier auch ausführender Produzent. Das es diese ausdruckslose Pfeife doch auf neun Filme geschafft hat, ist verblüffend. So wie die anderen Darsteller hat er null Talent und ist nicht mal fähig einen 08/15 Charakter einigermaßen glaubhaft zu verkörpern.
So können einem auch 86 Minuten wie eine Ewigkeit vorkommen, denn außer ein paar Morden, bei denen sich die Opfer noch dämlich anstellen, gibt es nichts, was die Spannung erhöhen könnte. Das Finale mit der Belagerung im Hotel und der Hetzjagd auf dem Dach kann immerhin unterhalten, aber auch hier kommt nicht ein Hauch von Grusel auf. Da kann auch der völlig fehlplatzierte Faustkampf im Finale nicht mehr viel retten.
Aber der totale Abschuss sind dann noch die typischen Vater-Sohn Probleme, welche hier nur aufgesetzt wirken und den eh schon langweiligen Film noch mehr in die Länge ziehen.
Ich habe hier zwar keinen spannenden Tierhorror erwartet, aber zumindest gute Unterhaltung mit etwas Grusel. Leider hat "Bloodline" außer Langeweile nicht viel zu bieten. Unterirdische Darsteller, einfache Dialoge und die wenigen Hundeattacken fallen kaum spannend aus, ab und an ein wenig blutig. Alles in allem ein Rohrkrepierer.