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Basierend auf der Novelle „A Christmas Carol“ von Charles Dickens entstand dieser Cartoon mit Figuren aus den Werken des Hauses Disney. Erzählt wird die bekannte Geschichte um den geizigen Ebenezer Scrooge, der nach dem Besuch von drei Geistern an Weihnachten seine Ansichten überdenkt. Passenderweise wird Scrooge von Dagobert Duck verkörpert, sein Neffe von Donald, Bob Cratchitt von Mickey und so weiter.

Dabei muss man aber einige Abstriche machen. Die kurze Laufzeit von knapp 25 Minuten bedingt nicht nur einige inhaltliche Kürzungen und so fallen viele Episoden aus Scrooges Leben diesen zu Opfer. Auch die charakterliche Entwicklung, die Scrooge durchmacht, wird durch diesen Schnelldurchlauf wenig bis kaum nachvollziehbar und am Ende wirkt sein Sinneswandel in dieser Version einfach nur willkürlich.
Das mag der Zielgruppe geschuldet sein, denn eben durch seine starke Vereinfachung und Kürze hat man wohl ein sehr junges Publikum im Visier. Dies unterstützt auch das Einbringen mancher Albernheit, die das Geschehen nie zu ernst wirken lässt. Die zynischen Bemerkungen und der gesellschaftskritische Unterton, welcher der Vorlage immanent ist, fehlen hier ganz.

Interessant ist es da eher, die ganzen Figuren aus allerlei Disney-Filmen zu entdecken. Unter anderem aus „Robin Hood“ (1973), aus „The Adventures of Ichabod and Mr. Toad" (1949) oder aus "Aristocats" (1970) tummeln sich hier Charaktere.
Unterm Strich ist diese zwar nett gezeichnete, aber eben inhaltlich und dramaturgisch unbrauchbare Kurzfassung verzichtbar. Wird das Ergebnis auch vermittelt, der Weg dahin ist in dieser Version wenig nachvollziehbar und am Ende geht's dann doch eben nur um Spielzeug.

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