Lucio Fulci hat seinerzeit einen Meilenstein des Splatterfilms geschaffen,dem jeden Horrorfan ein Begriff sein dürfte.
In dem kleinen Örtchen Dunwich erhängt sich ein Priester auf dem Friedhof.
Parallel in New York:Mary hält eine spirituelle Sitzung ab und hat schreckliche Visionen über eben jenen Ort Dunwich,sie bricht scheintot zusammen,kann aber von dem Reporter Bell gerettet werden.Gemeinsam machen sie sich auf,das Schlimmste in Dunwich zu verhindern.
Fulci hat zu Lebzeiten nur wenige akzeptable Streifen abgeliefert,dieser gehört in jedem Fall dazu.Die Handlung ist dabei eher nebensächlich und auch oft zusammenhanglos.Vielmehr lebt der Streifen durch eine düstere Atmosphäre und gut gewählten Kulissen.
Spannung kommt bereits auf,als der Reporter die Scheintote mit einer Spitzhacke(!)aus dem Sarg befreien will.Durch passende Kameraeinstellungen gelingt es auch bei einfachen Handlungsbläufen,wie bei der berühmten Bohrmaschinenszene,eine knisternde Spannung zu erzeugen,unterstützt von einem einfachen aber eindringlichen Score.
Die Splattereffekte sind zwar nicht so zahlreich wie in anderen seiner Werke,dafür aber drastischer und oft ekeliger(Gedärme erbrechen,viele wurmartige Viecher).
Mutig und sicherlich auch tabubrechend,einen kleinen Jungen mit in die Handlung einzubeziehen,aber Fulci wohlte eben ständig provozieren,was hierzulande selbstverständlich mit einer Indizierung quittiert wurde.
Größtes Ärgernis ist mal wieder die deutsche Synchronisation,vor allem bei hinzugefügten Szenen ist diese oft erbärmlich schlecht ausgefallen.
Bleibt ein Genreklassiker mit dichter Atmosphäre,dünner Story und ein paar kultgewordenen Splattereinlagen.
7 von 10 Punkten