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Im kleinen Städtchen Dunwich begeht ein Pater Selbstmord, indem er sich mit Hilfe eines Glockenseils aufknupft, was zur Folge hat, dass die Toten aus ihren Gräbern klettern und für Angst und Schrecken unter den Bewohnern sorgen. Ein Reporter und ein Medium bekommen in New York Wind von der Sache und gehen ihr nach.

Lucio Fulcis Film ist einer d e r Filme der 80er Jahre schlechthin, an die man denkt, wenn man sich italienische Horrorfilmtitel aus dieser Zeit in Erinnerung rufen möchte, selbst wenn man den Streifen nicht gesehen hat, was dieser in erster Linie seinem einprägsamen deutschen Titel zu verdanken hat.
Die Geschichte ist einfach gehalten, verwirrt aber dennoch durch stellenweise willkürlich wirkende Szenenwechsel, die wenig zur Handlung beitragen, aber das ist man ja von Herrn Fulcis Filmen gewohnt.
Auch von den Dialogen sollte man nicht allzuviel Anspruch erwarten, denn in vielen Szenen erntet der Streifen durch diese unfreiwillig Komikpunkte, die durch die bei vielen DVD-Veröffentlichungen miserabel nachsynchronisierten Stellen noch gesteigert werden. Ich kann mir jedenfalls beispielsweise nicht vorstellen, dass ein Mann zu einer Frau, deren Herz vor Angst beinahe zu explodieren droht, sagt: "Wir haben nichts davon, wenn wir die Nerven verlieren. Wir brauchen jetzt Besonnenheit!".

Viel erwartet man hinsichtlich der Effekte bei Lucio Fulci (im deutschen Kinotrailer wird er Luhtscho Fullki genannt) und diese Erwartung wird durch die detailfreudigen Arbeiten von Gianetto de Rossi befriedigt. Highlight ist hierbei sicherlich der (wenn auch inhaltlich sehr unglaubwürdige) Einsatz des (ich glaube es ist ein) Elektrobohrers, aber die Gedärmeausgöbelei und die Gehirnausquetschereien der Zombies können sich ebenfalls sehen lassen. Der Trick mit den blutenden Augen ist zwar leicht zu durchschauen, aber trotzdem wirkungsvoll und so einprägsam, dass selbst heute noch Regisseure diese Szene hommagieren, wie beispielsweise Quentin Tarantino in seinem "Kill Bill Volume 1" beim Leinwandabschied von Gogo. Aber ich will nicht alle Effekte über den grünen Klee loben, denn z.B. mit den Zombie-Make-Ups und den final abfackelnden Untoten bin ich weniger zufrieden.
Eher ungewöhnlich für Lucio Fulci sind ihm in diesem Werk ein paar erstaunlich athmosphärische Szenen gelungen, wobei die Rettung des "toten" Mediums aus dem Sarg hierbei den Vogel abschießt.

Insgesamt ist dies sicher kein guter Film, aber sein Kultfaktor ist hoch und wenn man nicht alles hinterfragt (das sollte man bei Fulcis Werken eh besser sein lassen) kann man sich an einer ordentlichen Portion italienischen Exploitationkinos erfreuen.

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