Gates of Hell ist wohl einer der berüchtigsten Splatterfilme aller Zeiten. Seine überaus genialen Effektkünste stellt Lucio Fulci atmosphärisch und technisch in einer Perfektion dar, die er in keinem seiner anderen Filme erreicht hat!
Ein Priester setzt seinem Dasein auf Erden ein Ende, indem er sich an einem Baum auf einem Friedhof erhängt. Diese Filmsequenz gehört zu einer der atmosphärischsten die ich jemals gesehen habe. Musik, ausdrucksstärke des Priesters und die unvergleichliche Kulisse sind der Beleg für die cinematographische Meisterleistung Fulcis in der Sparte "Splatterfilme". Die *Kinnlade weit unten* und auf den Bildschirm starrend, musste ich mir die Szene nocheinmal ansehen! GENIAL! Die Ästhetisierung des Suizids wirkt stark irritierend, aber auch unbeschreiblich faszinierend in dieser perfekten Darstellungsart.
Das Fulci nicht unbedingt zimperlich ist mit seinen ziemlich expressiven Gewaltdarstellungen dürfte jedem der sich einen Film von ihm angesehen hat, bestätigen können (keine Western!).
Genug geschwärmt, zurück zur Handlung; und die ist nicht wirklich schwer zu begreifen, wie das nun mal bei diesem Filmgenre so üblich ist. Priester, wie gesagt, erhängt sich auf einem Friedhof, aber dummerweise ist das eine durchaus ungünstige Selbstmordortswahl! Dieser Friedhof ist nämlich auf dem Tor zur Hölle errichtet worden.
Durch den mangelnden Lebenswillen des Heiligen, wird dieses Tor geöffnet und bietet Raum für alle verstorbenen, mal wieder kurz auf Erden zu verweilen, auch wenn es unter dem nicht wirklich erfreulichen Erscheinungsbild eines Untoten, auch als Zombie bekannt, sein muss. Naja, dies interessiert die kognitionsdürftigen gestalten wenig, sondern sie wollen frisches Menschenfleisch...Die zwei Hauptdarsteller wollen dies natürlich verhindern...
Ja, das wars zur Handlung! Viel Spaß beim schauen und staunen was Fulci 1980 schon in Sachen Effekte drauf hatte...I ! In diesem Sinne: Was kann man noch außer Tränenflüssigkeit aus den Augen ausscheiden?
Für die genialen Effekte und insbesondere für die geile Atmosphäre am Anfang, hat "Gates of Hell" glatte 10/10 Punkte verdient. Der schwache Plot ist genretypisch und somit nicht negativ in die Bewertung miteinzubeziehen.