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Ein Priester erhängt sich von alter, schwarzer Magie getrieben und öffnet so den Untoten von Dunwich im wahrsten Sinne Tür und Tor. Eine junge Frau leidet unter düsteren Visionen und ein beherzter Journalist hat nichts wichtigeres zu tun, als die Welt vom Bösen zu befreien.

Zugegeben die Drehbücher, die der italienische Godfather of Splatter verfilmte, waren nicht immer die Glorreichsten, aber wer trotzdem die filmische Handschrift des unumschränkten Papstes des Gore- und Gedärmfilms zu schätzen weiß, wird am Zombie, der am Glockenseil hing seine helle Freude haben.

Auch wenn die Stories so manche Schwäche aufweisen, so verstand Fulcis etwas von Stimmungen und einer eigenen durchaus bedrohlichen Spannung. Kaum einer versteht eine so paranoide, bösartig mystische Stimmung zu erzeugen und über die gesamte Länge des Films zu halten, auf denen dann die exzessiven Goreeskapaden, fast nur noch wie schmückendes Beiwerk das Tüpfelchen auf dem i sind. Der Film wirkt heute nach 20 Jahren schon etwas antiquiert und die Entrüstung, die damals durch die Medien geisterte, wirkt auf den heutigen Zuschauer nicht mehr so ganz nachvollziehbar. Doch alle Splatterheads und Gorefreaks mit geschichtlichen Ambitionen, die immer einmal wissen wollten was vor 20 Jahren das deutsche Kinopublikum erschreckte, werden heute wie damals ihren ganz besonderen Spaß haben am Zombie, der am Glockenseil hing.

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