Der wohl bekannteste Splatter überhaupt. Jeder, der sich auch nur ein wenig mit dem Splatter Genre beschäftigt, wird diesen Film (vom hören sicherlich) kennen. Doch leider ist der Ruf besser als der Film selbst...
Die Story des "Zombie-Knüllers" ist schnell erzählt. Ein Pfarrer erhängt sich in einer kleinen Stadt Namens Dunwich. Zur gleichen Zeit "sieht" ein Medium in New York schreckliche Dinge und stirbt während der Seance... jedoch ist sie nur scheintot und wacht in ihrem Grabe wieder auf. Ihrem Retter, dem Reporter Bell, erzählt sie die Geschichte und er macht sich zusammen mit seiner Kollegin auf nach Dunwich wo inzwischen die Hölle los ist. Vater Thomas (der Glockenseilzombie) hat inzwischen die Gewalt über alle Untoten und hat vor, an einem kommenden Feiertag allen Toten die Auferstehung zu ermöglichen...
...wow könnte man nun sagen. Für einen Fulci sogar eine richtige Handlung. Aber das stimmt nicht. Was sich als Inhaltsangabe spannend anhört ist jedenfalls platt umgesetzt worden! Wer Fulci kennt, der weiss was ihn erwartet. Düstere, meinst spannende Atmosphäre, solide Schauspieler, gute Musik und das, auf was es ankommt: jede Menge Splatter. Die ersten 3 Vorraussetzungen erfüllt "City of the living Dead" ohne jede Frage. Die Synchro ist zwar alles andere als gut (ist das ein Wunder) aber darüber kann man hinweg sehen. Wo man hingegen nicht wegsehen kann bzw. suchen muss, ist der Splatter. Okay, ich will die 2 legendären Szenen nicht verleugnen, aber bis auf noch zwei weitere identische Gehin-aus-Kopf-quetsch-Szenen war es schon alles (noch ein paar Einschüsse, aber das ist kein Splatter). Deshalb bin ich der Meinung, dass eine bundesweite Beschlagnahmung des alten Tapes völlig überzogen war. Warum soll man einen Film verbieten, in dem ein Latexkopf durchbohrt und eine Frauch Schweineinnereien erbricht? Verstehe ich nicht, aber ich denke das versteht keiner. Zurück zum Film selbst. Dies ist der erste Fulci bei dem ich das Gefühl habe, dass der Regisseur versucht etwas mehr in die Suspense-Ebene zu gehen als brachiale Splattereffekte zu zeigen.
Abschliessend kann ich sagen, dass mir der Film überhaupt nicht gefällt. Cathrine MacCall ist (wie in alle Fulci Filmen) sehr überzeugend und spielt ihre Rolle sehr gut. Dies und die 2 (bis jetzt) unerreichten Splattereffekte machen den Film doch noch sehenswert, wobei man auch hier sagen muss, dass eine oberste Guckpflicht besteht. Der Film ist Kult und man muss ihn gesehen haben...
Fazit: Schwacher Fulci, der mich sehr enttäuscht hat. Mehr Splatter hätte dem Film sicherlich gut getan... zumal hat er wundervolle, geheimnisvolle und gruselige Schauplätze...
Splatter: 5/10
Gesamt: 4/10