Review

Ich sah den Film genau einen Tag nachdem ich zum ersten Mal „The Beyond“ von Fulci erblickte und maßlos enttäuscht war. Noch während des Films „Ein Zombie hing am Glockenseil“ befand ich mich anscheinend in einer Geschmacksverirrung, da ich „The Beyond“ wirklich schlecht fand [was schon bei manchen Fulci-Filmen der Fall war], obwohl er als sein Meisterwerk gilt (siehe Kritik); denn „Ein Zombie hing am Glockenseil“ wurde immer besser und am Ende fand ich den Film sogar hervorragend, obwohl genau dieser „zu harmlos“ sein soll.
Eins nach dem Anderen:
Die Schauspieler sind perfekt und spielen ihre Rollen überdurchschnittlich gut, die Kameraarbeit ist sehr schön anzusehen, die Musik hat gute Ansätze und die Regie steht locker. Eigentlich das gleiche wie bei „The Beyond“; allerdings hat „Ein Zombie hing am Glockenseil“ im Gegensatz zu diesem Film Handlung, was „The Beyond“ unsinnig und „Ein Zombie hing am Glockenseil“ ansehnlich macht.

Zum Thema Gewalt:
Vorweg: Der Film ist vergleichweiße extrem gewalttätig, bsw.
- Eine Frau, die sich [in Großaufnahme] die Gedärme hinauskotzt
- Mehrere Kopfzerquetschungen
- Viele lebende Leichen
Und vor allem:
- Ein Mann, der einen anderen den Kopf mit einem Stahlbohrer durchbohrt.

Einziger Schwachpunkt des Films: Die deutsche Synchro.
Normalerweise finde ich es immer ziemlich polemisch, zu sagen „ich schau meine Filme nur in Englisch“ oder „jede Deutsche Synchro ist schlecht“; erstens sind Synchros wirklich wichtig für gehobenes Verständnis und zweitens finde ich die meisten O-Ton-Fassungen im Vergleich zur meist professionell hergestellten Synchronisation schlechter [man wird niemals sagen können, Verona Feldbuschs Stimme klinge unsynchronisiert besser als wenn ihr eine Profi-Sprecherin ihren Ton leiht].
Allerdings ist „Ein Zombie hing am Glockenseil“ wirklich schlecht abgemixt und geht über die Grenzen der Porno-Qualität hinaus, weshalb man einmal eine Ausnahme machen sollte.

Fazit: Der beste Fulci Film, außnahmsweise mal mit Handlung
(7/10)

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