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In Lucio Fulcis "City of the Living Dead" von 1980 dreht sich alles um den Pater Thomas, der sich mit Hilfe eines Seiles sein Leben nimmt und somit in seinem Heimatort Dunwich das Tor zur Hölle öffnet. Gleichzeitig wird eine Teilnehmerin einer Seance in Trance Zeuge des Suizids und fällt danach scheinbar tot um. Doch kurz bevor sie lebendig begraben wird, gelingt es einem neugierigen Reporter sie aus ihrem Sarg zu befreien. Er greift beherzt zur Spitzhacke um den Sargdeckel zu zerstören und verpasst der Todgeglaubten durch seinen Übereifer beinahe ein drittes Nasenloch. Kurz darauf erzählt sie dem Reporter von ihren Visionen und die beiden machen sich auf nach Dunwich. Dort treffen sie auf ein paar Einheimische und stellen sich fortan gemeinsam gegen die Schar von Untoten, die aus ihren Gräbern auferstanden sind.

Die "Story" ist sicherlich nicht besonders innovativ, dient aber als perfekter Aufhänger für einen extrem fesselnden Horrorfilm. Der Film lebt vor allem von seiner unheimlich dichten Atmosphäre, die durch die Kulissen des kleinen Örtchens Dunwich erzeugt werden. Es gibt verwinkelte Gassen, einen unheimlichen Friedhof, viel Kunstnebel und besonders viel Dunkelheit. All dies setzt den Zuschauer unter fortwährende Spannung und sorgt für eine angenehme Gänsehaut.
Wer hier aber einen übermäßig blutigen Splatterstreifen erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Die blutigen Effekte werden nicht inflationär eingesetzt, sondern treten eher spärlich in Erscheinung. Doch die paar Goreszenen, die man präsentiert bekommt, haben es an Härte in sich und sind für damalige Verhältnisse sehr gut in Szene gesetzt worden. Selbst beim heutigen Betrachter dürften die "Gedärme-Auskotz-Szene" und die allseits bekannte "Bohrmaschinen- Szene" ihre Wirkung nicht verfehlen, wie man auch an zahlreichen aktuellen Verboten erkennen kann.
Auch die Verantwortlichen für die Zombiemasken verdienen besondere Erwähnung, denn sie haben mit den Masken kleine Kunstwerke vollbracht, die wahrhaft bedrohlich und Furcht einflößend wirken.
Die zwei letzten positiv zu bewertenden Punkte sind der unheilschwangere Movie-Score und die teilweise sehr guten Kamerafahrten/ -einstellungen, die ihr übriges tun um dem Film den letzten Schliff zu verpassen.

Die Darsteller sind allesamt nicht besser als Durchschnitt und könnten in keinem Film bestehen, der auf hohe Schauspielkunst setzt. Sie spielen ohne großes Talent in den Tag hinein und wirken dabei teilweise etwas hölzern. Ein einziger Pluspunkt ist, dass die weiblichen Darsteller (vor allem Catriona MacColl) sehr hübsch anzusehen sind, aber das ist leider auch schon alles.


Fazit: Ein atmosphärisch überzeugender, überaus gelungener Film, der alles bietet was man von einem guten Zombie-Streifen erwartet. Einzige Kritikpunkte sind die etwas hohle Story und die durchschnittlichen Schauspieler.

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