Review

Abenteuerfilm mit Anthony Hopkins, der fast McGyver Konkurrenz machen könnte.

Story:
Der Millionär Charles (Anthony Hopkins) begleitet seine modelnde Gattin Mickey (Elle MacPherson) nach Alaska. Mit dabei ist der Fotograph Bob (Alec Baldwin), der ebenfalls an Mickey interessiert ist. Das fällt Charles besonders bei den Fotoshootings auf. Als Charles Bob bei einem Flug zur Rede stellen will, stürzen sie ab und landen mitten im Jagdrevier eines riesigen Bären. Anfangs ahnungslos locken sie den Bär aus Unachtsamkeit an, doch als er ihren Begleiter tötet, sehen Charles und Bob nur einen Ausweg zum Überleben. Sie müssen sich ihm stellen, um zu überleben....
Eindrucksvoll werden zwei völlig unterschiedliche Personen (Millionär und Fotograf) schnell in eine unmögliche Situation gebracht. Die Vorgeschichte ist recht flott erzählt. Der mittlere Teil des Films kommt ohne größere Handlung aus und konzentriert sich ganz auf das Verhältnis der beiden Männer und ihrem Kampf gegen den Bären. Kurz vor dem Ende bietet der Film noch mal eine spannende Wende. Für einen Abenteuerfilm dieser Art recht einfallsreich.

Musik:
Musikalisch wird auffällig auf leise „Bongotrommeln“ gesetzt, die stellenweise eine prickelnde Spannung erzeugen können. Aber auch ein kompletter Verzicht auf Musik wird hervorgehoben, so dass die reine Natur an sich in den Vordergrund gerückt wird. Recht geschickt in Szene gesetzt.

Atmosphäre:
Spannung pur. Während andere Filme wohl ihren Schwerpunkt auf den Kampf mit den Bären gesetzt hätten, liegt hier der Schwerpunkt auf dem Verhältnis der beiden Männer. Eigentlich können sie sich nicht so recht ausstehen, müssen sich aber um zu überleben, zusammenraufen. Mit Spannung verfolgt der Zuschauer den Film und wartet nur darauf, dass Bob Charles in den Rücken fällt, stattdessen rettet er ihm das Leben. Wohl wissentlich, dass er ohne Charles Wissen nicht aus der Wildnis kommt. Und wenn man denkt, alles ist vorbei, gibt’s am Ende in einer verlassenden Blockhütte eine doppelte Wendung, das einem nur noch die Ohren schlackern. Alles aber im realistischen und logischen Rahmen. Die Kämpfe mit den Bären sind exellent choreographiert, so dass man bei der einen oder anderen Szene wirklich die Luft anhält. Besonders Charles „Schläfchen“ unter dem Bären ist klasse in Szene gesetzt.

Schauspieler:
Anthony Hopkins brilliert auch hier wieder als arroganter, intelligenter Mann, dem nie so recht was aus der Ruhe bringen kann. Wie schon als Hannibal Lector besitzt er eine Ausstrahlung, die die anderen Schauspieler neben ihm klein erscheinen lassen. Das kommt besonders bei so wenigen Schauspielern in der Wildnis zur Geltung Beeindruckt haben mich vor allem seine Leistungen in den Actionszenen, sofern er da nicht gedoubelt wurde.
Alec Baldwin spielt mal super, mal grottig. Hier spielt er aber annehmbar und solide. Während er in meinen Augen sich noch ein wenig unsympathischer und als Feindbild Hopkins hinstellen hätte können, sind besonders seine emotionellen Ausbrüche gut und überzeugend gespielt. Insgesamt jedoch nur durchschnittlich und nicht ideal besetzt.

Fazit:
Spannender Abenteuerthriller mit einem brillianten Anthony Hopkins. Wer auf übertrieben blutige Kämpfe verzichten kann und statt dessen lieber auf Atmosphäre und Spannung setzt wird hier bestens bedient.

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