Review

Kurioses Abenteuer im Wald: Auf Messers Schneide

Als ich mich gestern (1.12.2002) entschied, mir den Film anzusehen, lag das, ich möchte meinen ausschließlich, an Alec Baldwin und Anthony Hopkins, beides hochkarätige Schauspieler, die in schon manchen guten Film gespielt haben. Da mir der Anfang (Szenen im Waldhäuschen) gut gefiel, schaltete ich nicht um, sondern blieb dabei, was eine gute Entscheidung gewesen ist.

Das Thema des Filmes ist nicht einfach zu definieren - vielleicht Menschlichkeit, vielleicht aber auch einfach nue Schicksal. Wie dem auch sei, der Film bleibt auf dem hohen Niveau, auf dem er anfängt, ist also nicht die Sorte Film, die viel verspricht, aber wenig hält.

Zu bemängeln hätte ich Folgendes:
Die Figur des Charles Morse (Anthony Hopkins), zweifelsohne eine der Hauptfiguren, wird immer weiter ausgebaut und entwickelt, während die des Robert Green (Baldwin) die ganze Zeit auf demselben Level bleibt. Wir erfahren lediglich Randinformationen über ihn, bekommen keine Daten aus seiner Vergangenheit geliefert und müssen uns dann damit abfinden, daß er plötzlich zum Oberbösewicht mutiert und den Antihelden verkörpert.
D.h.: Charakterzeichnung nicht gleichmäßig, also auch nicht gut. Es steht auch zu bezweifeln, daß derartig übertriebene Gutherzigkeit, wie sie uns hier vonseiten Hopkins dargestellt wird, menschenmöglich ist.

Ansonsten zieht Auf Messers Schneide sein Publikum in seinen Bann und zeigt sowohl die idyllischen als auch die grausamen Seiten der Natur auf.

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