Wenn Kim Ki-duk einen Film macht, ist dieser meist verstörend und zutiefst dramatisch. Da wird auch bei Samaria keine Ausnahme gemacht. In dem Film geht es um zwei (Schul)Freundinnen die versuchen durch Prostitution genug Geld für zwei Flugtickets nach Europa zusammenzubekommen. Die eine als Managerin und die andere als die Prostituierte. Beide noch Minderjährig...
Zumindest könnte man den Inhalt oberflächlich so beschreiben, da der Film natürlich noch um einiges tiefgründiger ist. Es geht um Freundschaft, Leidenschaft, Ehre, väterliche Ängste um Rache und um persönliche Schicksale...
Viel mehr sollte man auch nicht davon erfahren, bevor man den Film schaut, da er doch sehr überraschende Wendungen hat. So arbeitet sich die Story sozusagen chronologisch von Charakter zu Charakter durch.
Das Ende des Films ist dann auch wieder recht überraschend und wirklich sehr gelungen.
Die Schauspielerischen Leistungen sind ebenfalls nicht zu verachten, im Gegenteil... Von der immer lächelnden Jae-Young (Min-jeong Seo), der oft ernsten und nachdenklichen Yeo-Jin (Ji-min Kwak) bis zu deren Vater Yeong-ki (Eol Lee) sind alle Rollen sehr gut besetzt und gespielt.
Auch die Musikuntermalung ist sehr gelungen und kann mit einem sehr schönen Score überzeugen.
Optisch ist der Film nicht total auf Hochglanz getrimmt, hat aber dennoch seine Reize und wurde sehr schön festgehalten. Des öfteren dominiert auch die Bildersprache und das auch überaus gelungen.
Fazit:
Kim Ki-duk hat hier ein kleines Meisterwerk geschaffen... Ruhig und doch extrem.
Der Film lädt auch am Ende zum Nachdenken ein, was nun richtig oder falsch gewesen ist...
Ein sehr interessanter und genialer Film aus Korea, den man nicht verpassen sollte.