Review

Lo Kai Yiu verursacht unbeabsichtigt den Tod eines Ladendiebes und landet dafür im Gefängnis. Er hat keinerlei Ahnung, wie es im Knast läuft oder wie man mit den rivalisierenden Gangs klarkommt.

Er freundet sich aber recht schnell mit Ah Ching an, der schon länger einsitzt und ihm hilft, sich durch denn harten Alltag zu navigieren. Doch trotzdem werden beide in die Streitigkeiten zwischen den Gangs und in Probleme mit einem Wärter hineingezogen.

Prison on Fire hat mir damals schon sehr gut gefallen und daran hat sich auch beim Rewatch nichts geändert. Sicherlich macht der Film, ausser dem Setting, nichts anders, als seine amerikanischen Kollegen. Das heisst es gibt rivalisierende Gangs, brutale Wärter, Mauscheleien, Ungerechtigkeit und Deals und natürlich auch weitere Konflikte.

Aber was Prison on Fire macht, macht er wirklich gut. Chow Yun-Fat ist als erfahrener Häftling sehr sympathisch, Tony Leung als Neuling mit seiner naiven Art ebenfalls. Die Antagonisten, insbesondere der eine Gang-Boss und Roy Cheung als Wärter, sind ebenfalls sehr gut in ihren Rollen.

Auch wie sich die Situation zuspitzt, aufgrund einzelner Kleinigkeiten, ist überzeugend umgesetzt und zeigt glaubhaft, wie der Missmut und die Gewalt langsam aber sicher eskalieren.

Das äussert sich dann z.B. in zwei Großkeilereien, die ebenfalls gut gemacht sind. Gerade der Showdown hat es dann auch in sich, inklusive einiger Gewaltspitzen (kein Splatter, aber schon recht schmerzhaft).

Kurzum:

Asiatischer Gefängnisthriller, der zwar wenig anders macht, als seine westlichen Cousins, aber dramaturgisch und in den Actionszenen überzeugen kann.

Details
Ähnliche Filme