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Die beiden in ihrem Job als Amateurdetektive eher nur mäßig erfolgreichen sympathischen Chaoten Mike und Tommy geraten auf der Suche nach einem Pissoir in eine Ausstellung eines großen Autohauses. Mike, von Blasendrang geplagt, kann natürlich die meterlange Schlange vor dem Eingang nicht abwarten und so drängeln sich die beiden vor. Dadurch werden sie 100.000 Besucher und gewinnen zwei Trikes, an denen sich jeweils ein Diamant befindet. Diese wurden von Gaunern auf der Flucht an diese befestigt, setzen natürlich im Laufe des Films alles daran diese wieder zu bekommen. Doch die nichts ahnenden Kavaliere haben die Diamanten schon längst an ihre neuen Bekanntschaften verschenkt…

Es war ja klar das nach dem großen Erfolg von “Die Supernasen” schnell eine Fortsetzung nachgeschoben wurde die natürlich nicht die Klasse des Vorgängers erreicht. Trotzdem macht der Film für Fans der Reihe Spaß, sind Gottschalk / Krüger wieder voll in ihrem Element des zotigen Klamauks. Wenn auch alles bei weitem nicht so witzig ist wie noch beim Erstling - das Gagfeuerwerk dessen ist hier ein eher laues Strohfeuer an bemühten Witzen, zum Glück stellenweise aber auch noch genauso platt. Denn diese pausenlose Plattheit machte gerade irgendwo noch den Charme des ersten Teils aus, das spürbare Fehlen dessen für Freunde dieser Art des Humors schon wo ärgerlich. Natürlich gibt es noch genug Witze, diese sind aber rar gesät und wie gesagt eher bemüht lustig. Man merkt Gottschalk und Krüger deutlich an, das sie an diesem Schnellschuss auch nicht sonderlich viel Spaß hatten, die aufgebauten Charaktere wirken wie ein müdes Abziehbild der sympathischen Verlierer. Es gibt kaum noch Sprüche die sie sich gegenseitig drücken; ihre Rollen zwar immer noch verpeilter Ader, aber auch motivierter. Durch die Betonung der Spielfilmhandlung nimmt sich der Film unbewusst ernster, macht dadurch eben auch weniger Spaß. Für Fans der Reihe trotzdem unverzichtbar! Denn manche Gastrolle ist nun mal wirklich gelungen. Jürgen von der Lippe als überkandidelter Filialleiter einer Hamburgerkette genauso erfrischend wie Jochen Busse als verzweifelter Snob dem sein Wagen immer mehr geschrotet wird. Aber leider sind das nur wenige Höhepunkte der sonst eher zähen Handlung. Meist sieht man Gottschalk / Krüger durch die Gegend fahren, hinter ihnen her die Gauner. Deren Versuche die beiden zu fassen genauso unmotiviert wie so manch anderes. Auch die müden Verwechselungsgags im Krankenhaus kennt man, die unzähligen Romanzen wirken gar etwas deplatziert - neu hier das sogar Mike zwei(!) Mädels abschleppt. Das passt wie gesagt so überhaupt nicht zu den Charakteren aus dem ersten Teil. Aber trotz dieser vielen Kritikpunkte macht der Film wo noch Spaß, bloß darf man nicht mit hohen Erwartungen an den Film herangehen.

(Als Riesenfreund der Reihe gibt es einen Bonuspunkt!)

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