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Die nach dem Mord an ihrem Mann suizidgefährdete Jade Leung [ Jade Leung, einfallsreich ] wird nach Singapur geschickt, um dort den Waffenhändler Fowler auszuschalten. Unterstützung bekommt sie von der ortsansässigen Polizisten Ellen Cheng [ Anita Lee ], die allerdings ständig ihren weibischen Freund Jean Paul Belmondo [ Kenneth Chan ] am Hintern hat. Ausserdem verliebt sich Jade in Fowler’s Anwalt Ken [ Russell Wong ]...

Girls and Guns Flick, der sich vom Ausgangsthema an Lethal Weapon aufhängt, und nicht nur daran gemessen eher unterdurchschnittlich abschneidet, zu dünn sind die Story und die Umsetzung, zudem wird keinerlei Aufregendes geboten.
Das verwundert um so mehr, da gerade hinter der Produktion einige Leute stehen, die es eigentlich besser können oder zumindest besser können müssten: Auf dem Produzentenstuhl befinden sich Clifton Ko und Ronny Yu, an dem Drehbuch hat neben Roman Cheung auch Vincent Kok mitgeschrieben; von all dem sieht man gar nichts, nimmt man mal einige blöde Gags heraus, die so in einem Stephen Chow Film besser gepasst hätten.
Die Story ist im besten Fall abstrus, im schlechtesten banal und langweilig, kann sich jeder nach Gusto aussuchen. Zumindest stimmt vorne und hinten nichts, als Trashwerk wird sich zwischenzeitlich zu sehr auf den Schmerz und verlorenen Lebenswillen von Jade Leung bezogen; für einen ernsten Film fehlt jedwede Balance:
Man nennt die mitspielenden Charaktere nicht nach ihren realen Darstellern und auch nicht nach anderen Schauspielern.
Man schreibt keinen Bösewicht mit einem biomechanischen Arm in die Handlung, der zudem zwar Bäume umreissen, aber nicht mal den Arm eines Mädchens brechen kann. Man besetzt keinen aus dem Wong – Clan; Russell schaut zwar besser aus als sein Bruder Michael, bewegt sich aber auf ähnlich dünnen Eis.
Man lässt den Obergangster nicht eine weibliche Stimme exakt nachkopieren und damit ihren Liebhaber aus seinem Versteck hervorlocken; abgesehen davon, dass es unfair ist, war die Szene schmerzhaft peinlich.
Und man schreibt keinen nervenden Goof in die Handlung, die der Zuschauer schon nach fünf Sekunden erschossen haben möchte, der aber zum Trotz seine Schmierenkomödie bis zum Ende durchzieht.
Nach all diesen Mankos schafft es der Film noch nicht einmal, sich mit anständigen Actionszenen selber aufzuwerten; man hätte schon ein bisschen mehr Geld springen lassen müssen, als die Darsteller von Eingeborenen unter lautem Geheul durch den Wald zu jagen. Die wenigen Schusswechsel und Kloppereien sind nicht vorzeigbar, werden oftmals sogar durch Blur Motion wieder einmal komplett fehlpräsentiert und lassen so rein gar nichts von der Erfahrung und dem Können von Tony Leung Siu Hung erkennen. Zudem ist der Showdown eine sehr anstrengende Angelegenheit, die wenigen Stunts sehen auch nicht sonderlich spektakulär aus.
Das Einzige, was man gutheissen kann, ist das das weibliche Cop – Team mal in Bikinis herumrennt, obwohl ihre Blässe nicht so wirklich vorteilhaft wirkt.

Das war nichts.

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