NIGHMARE IN A DAMAGED BRAIN
Ist ein eher mittelmäßiger Horrorfilm, der etwas zu überbewertet wird.
Schon zu Beginn des Filmes wird einem durch, nicht einzuordnende “Musik” ein kleiner Schock verpasst, die Musik ist verdammt gewöhnungsbedürftig und ließ mich erst mal grübeln.
George erwachen aus dem Alptraum zeigt dem Betrachter auch schon die erste Metzgereiszene, ein Frauenkopf nebst einiger Innereien liegt in seinem Bett (jedoch nur in George’ Wahnvorstellungen).
Nach der Szene sieht man George auf einem Stuhl in einer Zwangsjacke sitzen, im Hintergrund ist scheinbar eine Schultafel oder dergleichen befestigt, genaueres erkennt man nicht, da einfach ein Bettlaken darüber drapiert wurde. Alles in allem also wieder einmal ein echtes B-Movie Exponat der frühen 80er.
George wird aus der Klinik entlassen, die Ärzte attestieren ihm das er mittlerweile geheilt sei, schließlich hat er als Kind seinen Vater mit einer Axt getötet, als dieser eine Prostituierte im Schlafzimmer hatte.
George wird weiterhin von Alpträumen heimgesucht, in einer Peepshow versucht er etwas Abwechslung zu bekommen (tötet eine Prostituierte als Kind und versucht nun in diesem Milieu Abwechslung zu finden, merkwürdig), in einer der Kabinen bekommt George einen Anfall, auf dem Boden liegend, mit Schaum im Mund wirkt das allerdings sehr grotesk.
George trifft auf einem seiner Spaziergänge ein junges paar, er beobachtet das paar unbemerkt, nur der junge bemerkt George, als er seinen Vater erzählt ein merkwürdiger Mann beobachte sie, ist George bereits verschwunden.
Als der junge alleine zuhause ist, nur ein Kindermädchen passt auf ihn auf, die Mutter ist auf einer Party. George überfällt das Kindermädchen und tötet sie mit einem Hammer, der kleine junge flüchtet und schnappt sich eine Schrotflinte, mit der er den Wahnsinnigen Mörder tötet.
Als die Mutter des jungen nach Hause kommt, ist bereits die Polizei und ein Krankenwagen vor Ort, der kleine junge sitzt im Polizeiwagen und grinst diabolisch in die Kamera (entwickelt er sich nun auch so wie George, da er als Kind einen Menschen tötete?).
Nun ganz so schlecht wie sich das alles anhört, ist es nun auch wieder nicht, das störende wären die kleinen Details und eine zu schlampige Umsetzung. Die Tötung Geoge’ durch den jungen ist ziemlich weit hergeholt, ein kleines Kind wird kaum in der Lage sein eine Schrotflinte abzufeuern, der Rückstoss wäre viel zu stark, auch scheint der junge gar keine Angst zu haben, scheinbar findet er gefallen an der Sache. Ein weiterer Minuspunkt ist die DVD selbst billiger PCM-Sound, eine Bildqualität das ich anfangs dachte der Film wäre auf Video gedreht, jedenfalls fehlt das mit schweren, satten dunklen Farben behaftete Flair alter Horrorfilme. Es scheint das es aber an der schlechten Qualität des Ausgangsmaterial liegt, wer denkt schlimmer geht nicht - abwarten! Sobald Blut und Gore ins Spiel kommen wird die Qualität des Bildes noch schlechter (scheinbar wurde die DVD aus zwei verschiedenen Quellen zusammengeflickt, schätze das es keine ungeschnittene deutsche Fassung gab und die Gewaltszenen aus einer ausländischen Fassung stammen). Eine bessere DVD könnte dem Film vielleicht noch aufwerten, die Blood Edition ist jedenfalls ziemlich mies.
Wirklich schlecht ist der Film nicht, eine kaputte, versiffte nihilistische Atmosphäre ist schließlich nicht zu verachten, hilft aber auch nicht immer einen Film in den Psycho/Splatter Olymp zu heben.
Einer dieser Filme aus denen man weitaus mehr hätte machen können, die Ansätze sind nämlich gar nicht mal so übel. Trotzdem, mehr als Mittelmaß ist einfach nicht drin.