Dario Argento´s „Vier Fliegen auf grauem Samt (1971)“ ist der dritte und zugleich der letzte Teil seiner Tiertriologie. Die beiden anderen Filme hießen "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1969)" und "Die neunschwänzige Katze (1970)". Der Film selber gibt Storymäßig überhaupt nicht viel her. Trotzdem kann auch dieser Film überzeugen, auch wenn er vieleicht auf den ein und anderen Zuschauer etwas langatmig wirken dürfte. Es ist aber wieder ein typischer Vertreter des Giallo-Genre. Der Mörder wird erst zum Ende hin gezeigt und bis dahin werden ein paar Hinweise für den Zuschauer gestreut, aber der Zuschauer tappt bis zum Showdown in Dunklen, was die Identität des Mörders anbelangt. Der ganze Kriminalfall erinner auch mehr an ein Rätsel. Als Zuschauer fragt man sich selber, warum spielt der Täter ein Katz und Maus Spiel mit seinem Opfer. Recht originelll ist die Geschichte nun wirklich nicht, aber Dario Argento schafft es mal wieder eine bedrohlich und unheilvolle Atmosphäre zu verbreiten, weshalb man gebannt alles mitverfolgt. Auch der Spannungsbogen steigert sich stetig bis zum Showdown. Die Morde sind allerdings rar gesät und der härtegrad ist für einen Argento Film noch recht unblutig, was aber nicht heißen soll das kein Blut fließt, aber es werden keine explizite Darstellungen der Morde gezeigt. Aber durch die extrem genialen Kamerafahrten und Kameraeinstellungen, kann er wieder deutlich punkten. Auch die subjektiven Kamerafahrten sind wieder äußerst gelungen. Damit wird man schon wieder belohnt und vergißt die doch einfallslose Storyline. Schaupielerisch kann man mit dem gebotenen ebenfalls zufrieden sein. Interessant dürfte der Auftritt von Bud Spencer sein, für die Fans von Buddy. Zwar ist seine Rolle recht klein und unbedeutend ausgefallen, aber Fans von ihm möchten ja wohl auch diesen Film ihr eigen nennen, auch wenn er keine tragende Rolle hier spielt. Die erst vor einigen Tagen erschienene Blu-ray von Koch Media als schönes Mediabook, zeigt den Streifen in einer unglaublich guten Bildqualität. Außer die eingefügten Szenen, die deutlich schlechter sind, ist das Bild wirklich tadellos. Nur vom Ton war ich nicht so begeistert. Das Mediabook hat auch sehr viele Extras zu bieten. Klarer Pflichtkauf. Im großen und ganzen fand ich „Vier Fliegen auf grauem Samt“ unterhaltsam, für mich persönlich aber der schlechteste von den drei Filmen der Triologie, auch wenn schlecht hier nicht passt, da der Film schon gut ist. Aber das dürfte ja mal wieder Geschmackssache sein, welchen Film man nun am besten findet von den dreien.