Review

Dass es Comic-Verfilmungen in deutschen Landen schwer haben ist allgemein bekannt - Warum der Streifen allerdings generell an der Kinokasse floppte ist für mich nicht nachvollziehbar. Obwohl man sich am Ende die Geschichte für weitere Sequels offen hielt glaube ich aufgrund des finanziellen Einspielergebnisses nicht an eine Fortsetzung. Aber Eins nach dem Anderen...

THE PUNISHER
aus dem Jahr 2003 setzt die Reihe an MARVEL-Comicverfilmungen fort.
Anders als jedoch zuletzt X-MEN oder FANTASTIC FOUR ist die Story um den Uncercover Agenten Frank Castle nicht im Fantasy-Bereich angesiedelt.

Bei Jonathan Hensleigh's Comic-Adaption handelt es sich prinzipiell um ein simples Rache-Drama der knallharten Sorte.
Frank Castle lässt in seinem letzten Auftrag den Sohn von Mafia-Boss Howard Saint hochgehen.
Dass dieser beim Großeinsatz der Polizei getötet wird ist fortan nicht gerade positiv für seine Gesundheit. Saint beginnt eine gnadenlose Jagd auf den Mörder seines Sohnes - bei einem Familienfest radiert er seine gesamte Familie aus ... nur Frank kann sich durch einen glücklichen Zufall retten. Von diesem Zeitpunkt an gibt es nur ein Ziel in seinem Leben: Rache!

Der relativ unbekannte Thomas Jane zeigt sich in der Rolle des "PUNISHERS" von seiner besten Seite. Er interpretiert beeindruckend Frank Castle als seelenlosen Todesengel auf einem kompromisslosen Rachefeldzug. Auf der Gegenseite agiert John Travolta als Gangsterboss nicht weniger diabolisch - ohne Gefühle scheut er dabei nicht mal vor Verlusten in der eigenen Familie zurück. Jonathan Hensleigh's Inszenierung des „BESTRAFERS" fasziniert durch eine düstere Geschichte, die weitestgehend ohne humorvolle Anflüge auskommt. Dabei orientiert er sich sowohl am klassischen Western (Pistolen-Duelle) als auch an modernen Stilmitteln eines John Woo's, wobei die nicht gerade zimperlichen Action-Sequenzen durch fantastische Choreographie und blutige Shoot-Outs beeindrucken. Das umfangreiche Waffen-Arsenal von Frank Castle sorgt hier für reichhaltige Abwechslung.

THE PUNISHER
ist modernes Action-Kino auf höchstem Niveau: Spannend, ästhetisch, brutal.
Umrahmt von einem hervorragenden Score und einem brachialen 5.1-Sound bietet der Streifen über knapp zwei Stunden kurzweilige Unterhaltung für das härtere Publikum.
Dass es sich dabei um ein Regie-Debüt handelt verdient umso mehr Beachtung!

(8,5 / 10)

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