Nachdem Ang Lee letztes Jahr den monströsen „Hulk“ mit nur mäßigem Erfolg auf die Leinwand brachte , spürte ich die Enttäuschungen beim Verlassen des Kinosaals.
So schnell wird jetzt keiner mehr in eine Superheldencomicverfilmung stürmen , dachte ich mir.
Der einzige der es bestimmt schaffen wird ist „Spider-Man 2“. Er wird diese Jahr aber noch von drei weiteren Superhelden begleitet. Da wäre einmal „Catwoman“ , deren Verfilmung so düster wie in Tim Burtons „Batman“ 1 & 2 sein soll.
„Hellboy“ , der in Deutschland als Comic schon wenig Erfolg nachweisen kann.
Und zu guter Letzt „The Punisher“ von Jonathan Hensleigh mit Tomas Jane , Rebecca Romijn Stamos und John Travolta.
1989 wurde „The Punisher“ schon einmal verfilmt von Mark Goldblatt und mit Dolph Lundgren. Der Film hatte nur mäßigen erfolg.
****habe den Film auf englisch gesehen, deshalb kann es zu Unstimmigkeiten bei auftretenden Zitaten aus dem Film kommen*****
Die Story:
Frank Castle (Tomas Jane) hat seinen letzten Undercover Job beim CIA fast perfekt über die Bühne gebracht. Jedoch starb einer der Gangster dabei und dieser war zu allem übel noch der Sohn von Gangsterboss Howard Saint (John Travolta).
Dieser schwört nun blutige Rache und schickt seine Killerbrigade nach Puerto Rico , wo sie Castle und all seine Verwandten umbringen sollen.
Castle wird verprügelt, erschossen und in die Luft gejagt. Trotzdem überlebt er und kann seine Wunden 5 Monate auskurieren lassen , bevor er seinen „Bestrafungszug“ gegen Howard Saint startet.
Im Gegensatz zu „Hulk“ und Konsorten hat der Punisher keine Superkräfte, weswegen er oftmals im Film wieder zusammengeflickt werden muss und es dem Filmteam ermöglichte überflüssige Effekte wegzulassen. Der Film kostete nur 34 Millionen Dollar und sieht um einiges teurer aus.
Es gibt einen Haufen Logikfehler im Film, wie z.B. die Ermordung von Castle , bei der er, wie oben erwähnt, verprügelt , erschossen und in die Luft gejagt wird. Klar. Wer würde da nicht überleben????? Egal, hier handelt es sich immerhin um eine Comicverfilmung und da darf man sich nicht über solche Fehler beschweren, wenn man „Batman“ und Co. Toll fand.
Der Punisher wird, gegen meine Erwartung, spitze von Thomas Jane (Dreamcatcher) mit Herz und Seele umgesetzt. Jeder seiner Schritte sind auf Gefühlsbasis nachvollziehbar. Auch wenn er dabei nicht zimperlich vorgeht.
John Travolta als Skrupelloser Gangsterboss spielt wie immer ganz routiniert das fiese Arschloch , das ebenfall nur Rache will.
Etwas negativ ist mir Rebecca Romijn Stamos aufgefallen , da sie nicht wirklich lange zu sehen ist und wenn , dann immer nur die Angeheulte raushängen lässt.
Alleine mit ansehen zu dürfen , wie der Punisher seine Feinde ins Jenseits schickt ist ein zweites Mal ansehen Wert. Denn , wie schon erwähnt , sterben hier die Gangster nicht einfach nur durch bloßes erschießen , sondern werden zu Puppen in Castles Puppentheater.
Wie gerne würde ich ausführlicher ein bestimmtes Spielchen vom Punisher hier erläutern , jedoch wäre der Kinobesuch dann verdorben.
Unterstützt wird seine Tour durch kräftige Nu-Metal Songs von Drowning Pool und Evanescence , die super zur etwas düsteren Stimmung des Films passen.
Die Action kommt natürlich nie zu kurz und wechselt gut mit ruhigeren Szenen , so dass es nie zu viel wird.
Ein wenig Zynismus gibts natürlich auch noch.
Also, jeder der gute alte Handmade-Action mag , kommt hier voll auf seine Kosten und wird klasse unterhalten. Wahrscheinlich eine der besten Comicverfilmungen neben „Batman“.
Ansehen lohnt sich jedenfalls.