“Steel Frontier” ist einer der besten B-Actionfilme aus dem Hause P.M. Entertainment.
Story:
In nicht allzu entfernter Zukunft ist die Erde fast völlig verwüstet.
Daher leben einige wenige Überlebende in kleiner Orten, wo sie sich ein neues zu Hause erbaut haben.
Doch es gibt auch herumziehende Outlaws, die von den Einheimischen Death Riders genannt werden.
Ihr Anführer ist General J.W. Quantrell (Brion James). Er und seine rechte Hand Roy Ackett (Bo Svenson) wollen eine neue Gesellschaftsordnung schaffen und daher nennen sie ihre Militäreinheit United Regime.
Eines Tages nehmen sie den Fremden Yuma (Joe Lara) in ihre Truppe auf.
Doch der gibt nicht vor, das zu sein was so viele glauben.
Auf ihren Streifzügen lassen sich die Death Riders in einem friedfertigen kleinen Dorf nieder und terrorisieren die dortigen Bewohner.
Anfangs noch eingeschüchtert, setzen die sich jedoch mit tatkräftiger Unterstützung durch den Fremden Yuma bald zur Wehr.
Denn für ihre Freiheit sind sie bereits zu kämpfen und sogar zu sterben.
Schauspieler:
Joe Lara spielt Yuma.
Er besitzt sehr viel Charisma und ist die perfekte Wahl des wortkargen Fremden.
Zudem steht ihm das Cowboy Outfit, als ob er die Rolle seines Lebens gefunden hat, in der er auch voll aufgeht.
Einige coole Sprüche bringt er über die Lippen und besitzt für ruhige Momente das nötige Feingefühl.
Er ist eine echte Bereicherung für den Film und schafft es auch in den Actionpausen zu glänzen.
Fast er alleine trägt zum Gelingen des Films bei.
Am Ende erfährt der Zuschauer auch, wer er genau ist.
Bo Svenson spielt Roy Ackett.
Man kann nie genau sagen, wie er zu den Death Riders steht.
Einerseits ist er der zweitwichtigste Mann der Truppe, auf der anderen Seite kommen im Zweifel, was die Rechtschaffenheit seiner Mission angeht.
Neben Joe Lara, kann er ebenfalls punkten.
Stacie Foster spielt Sarah.
Sie ist eine alleinerziehende Mutter, hat einen kleinen Sohn und noch ihren Vater.
Sie spielt die typische Frau in Männerfilmen, die von irgendwelchen saufenden, herumprahlenden und lauten Hirnis angemacht wird und schließlich vom (Anti-)Held gerettet werden muss.
Brion James spielt General J.W. Quantrell.
Für ihn hätte ich mir eine etwas größere Rolle gewünscht.
Man sieht ihn in der Mitte des Films überhaupt nicht, aber dennoch bringt er in der wenigen Zeit seine Figur recht gut rüber.
Er spielt den machtbesessenen General Klasse und da gibt es auch keinen Grund zur Klage.
Kane Hodder spielt Outlaw Kinton.
In einer Nebenrolle aus der fiesen Outlaw-Bande sehen wir ihn.
Ab und zu darf er mal zum Schießeisen greifen und auch einen etwas ausgiebiegeren Fight darf er auch noch mal absolvieren.
Inszenierung:
Die Atmosphäre von „Steel Frontier“ ist sehr stimmig und das Szenario ist für einen B-Actionfilm Top.
Vor allem die leergefegten Straßen und die staubigen und einöden Wüstenlandschaften sorgen für viel Flair.
Ebenso ist die Sounduntermalung Spitze und steuert viel zur Atmosphäre des Films bei.
Die Story, wie auch einige Ideen sind klar von „Mad Max“ geklaut oder viel mehr inspiriert worden. Das kann man sehen wie man will.
Vor allem auch einige Actionszenen.
Es gibt eine recht gute Anzahl an Autoverfolgungsjagden die mit umgebauten Karosserien und im „Mad Max-Style“ gehalten sind.
Dabei geht einiges zu bruch und die Stunts sind auf hochwertigen Niveau.
Mal fliegen die Autos meterweise durch die Luft und überschlagen sich mehrere Male oder sie gehen durch Laras Sprengsätze, die er von seinem Motorrad aus zündet, zu Bruch und explodieren.
Einige Gebäude werden auch mit Sprengsätzen und Granaten in die Luft gejagt, so dass die Pyrotechniker ganze Arbeit geleistet haben.
Es macht auch wahnsinnig viel Spass die Rückspultaste zu betätigen um sich einige Szenen nochmals anzuschauen.
Die Fights bestehen aus kleineren Auseinandersetzungen und Joe Lara kann uns ein paar gute Moves und Punches präsentieren.
Alles blutig und realistisch dargestellt, versteht sich.
Die Shootouts sind hart, blutig und auch qualitativ sehr gut inszeniert.
Zwar sieht man im Film keine Non-Stop-Action-Schießereien, doch wenn es welche gibt, dann können diese auch überzeugen.
Fazit:
„Steel Frontier“ ist eine echter Hingucker und ein Muss für jeden B-Actionfan.
Story, Inszenierung wie auch schauspielerische Leistung sind auf höchstem Niveau und es gibt diesbezüglich keinerlei Kritikpunkte meinerseits.
Zudem gibt es hier bei „Steel Frontier“, einige der besten Scores für einen B-Movie zu hören.
Jeder der für Filme mit Endzeitatmosphäre was übrig hat, sollte hier rauf auf jeden Fall einen Blick werfen.
Denn so geil, wie hier geht es im B-Genre nur zu selten zu.