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In einer unbekannten Zukunft ist die Erde eine einzige Wüste. Nur in dem Wüstenest "New Hope" ist ein Zivilisationsaufbau im Gange. Dieser wird durch die brutalen Schergen von General Quantrell (Brion James) gestört. Mit ausufernder Gewalt bringt er das Dorf in seine Gewalt. Die Dorfbewohner können sich gegen dieses Terrorregime nicht zur Wehr setzen. Viele sterben, oder werden durch die endlose Wüste gejagt. Dort greifen Quantrells Mannen auch den Einzelgänger Yuma (Joe Lara) auf. Yuma erweist sich als fabelhafter Schütze und tritt zunächst Quantrells Bande bei. Doch insgeheim will er den Dorfbewohnern helfen. Mit geschickten Einfällen dezimiert er die Bande und tötet Quantrells Sohn Julies (James C.Victor). Der General pfeift nun zum Großangriff auf "New Hope", doch nun wehren sich auch die Dorfbewohner. Es kommt zur entscheidenden Schlacht.

Zweifelsohne ist Drehbuchautor Jacobson Hart und Paul G. Volk hier ein kleines Meisterwerk gelungen. Hart schrieb schon viele Drehbücher für die PM Schmiede, während Volk meist den Filmschnitt übernahm. "Steel Frontier" ist ein Endzeitactionfilm mit Westerntouch.
Allein schon die staubige und heisse Kulisse ist das Anschauen wert. Die Erde ist hier eine endlose Wüste, in der sogar Kannibalen hausen, welche auch mal Yuma das Leben schwer machen. Die ewig langen und sandverstaubten Strassen erinnern an "Mad Max" und ich muss zugeben, dass dieser PM Film dem Vorbild in Punkto Atmosphäre in nichts nachsteht. Auch mal eine nette Abwechslung zu der sonstigen Stadtkulisse.
Nur bei der Story muss man Abstriche machen, sofort erinnert Diese an "Eine Handvoll Dollar", dem Ursprungsfilm "Yojimbo" oder "Last Man Standing". Leider kann dieses PM Schmuckstück hier keinen Boden gut machen und sich von den Vorbildern kaum abheben. Storymäßig gibt es keine Überraschungen, ausser dass es beim Gegenpart diesmal einen Sympathieträger gibt. Auch bleibt Yumas Identität nur sehr schemenhaft. Bis an die Zähne bewaffnet zieht er durch das Land, hat stets ein Bild von seiner Frau und Tochter dabei, genau hier fehlen Erklärungen. Ein wenig Verblüffung kann noch das Finale stiften, wo man erfährt, warum Yuma den Dorfbewohnern eigentlich geholfen hat.
Kurz zuvor setzten die Produzenten Joseph Merhi und Richard Pepin Hauptdarsteller Joe Lara schon in "Hologram Man" ein. In "Steel Frontier" bietet Lara aber die beste Vorstellung seiner ganzen Karriere. Die Rolle des wortkargen Fremdlings im Westernoutfit steht ihm wirklich bestens. Aber auch Brion James als General Quantrell ist ein Volltreffer, nebst Bo Svenson und dem Hünen Kane Hodder.
Bei der Action drücken Volk und Hart ziemlich aufs Gaspedal. Brutale Shootouts, spektakuläre Verfolgungsjagden und Zerstörungsorgien, nebst kleinen Nahkämpfen stellen den Actionfan voll zufrieden. Gerade in den Shootouts ist wirklich Bewegung drin, beidhändig ballernd und mit einem riesen Waffenarsenal wirken die Schusswechsel sehr spritzig und bieten massig blutige Einschüssen, nebst zig Sachschäden. Die beiden Verfolgungsjagden enthalten tolle Autostunts und Explosionen und überhaupt dürfen die Pyrotechniker hier Überstunden feiern. Häuser und ganze Türme werden hier zu Grunde gesprengt. Nur im Finale hätte ich mir noch einen Faustkampf zwischen Yuma und Quantrell gewünscht, aber mit Fights wird leider ziemlich gegeizt. Doch ansonsten bietet "Steel Frontier" die ganze Palette an Action.

Ein Glückstreffer für PM Entertainment und Einer ihrer besten Produktionen. Dem eigentlichen B-Film sieht man sein Budget zu fast keiner Zeit an. "Steel Frontier" ist eine einzige Zerstörungsorgie mit vielen Schauwerten, harter Action, guten Darstellern und einer passablen aber geklauten Story. Ganz stark ist die Endzeitatmo mit dem Westertouch. Hier stimmt so ziemlich alles.

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