Review

Red Scorpion

Oh ja, Russen sind scheisse, Amerikaner sind die besten!
Diese, oder eine ähnliche Einstellung verbreitet dieser mit Klischees und blutiger Action angerührter B-Movie mit Dolph Lundgren. Dieser spielt hier einen Sowjet Anhänger, der den Führer einer afrikanischen Rebellentruppe töten soll und deswegen mit zwei Amis aus einem Gefängnis in Russland flieht, in das er geraten ist, weil er in einer Kneipe total besoffen um sich geballert hat. Dann wird die Sache natürlich ganz spektakulär umgesetzt: Bomben platzen, Trucks explodieren, Menschen werden erschossen und Dolph jagt Wildschweine mitten im afrikanischen Busch. Klingt alles ein Bisschen hart, ist aber eigentlich von der lustigen Partie, ein Film, den man einfach nicht ernst nehmen kann und auch nicht sollte. Der Rassismus, die fiesen Russen, die fluchenden US-Reporter, die friedfertigen "Buschmänner" usw. sind Klischees die wirklich nur aus einem solchen Film stammen können. Alles wird so scheisse umgesetzt, das der Film allerdings höchstens als Trash taugt, das macht er dafür aber auch ganz gut. Da hier wenig Hirn und dafür viel Ballerei vorkommt, muss man nicht sonderlich viel nachdenken und kann bei diesem Filmchen mal wieder den Kopf ausschalten. Im Wesentlichen ist das eine gute Sache, aber so toll ist das ganze dann eben auch nicht. Es gibt durchaus was zu lachen, wenn ein Dolph Lundgren mit nacktem Oberkörper und russischem Akzent zu amerikanischen Rock'n Roll mit Maschinengewehren russische Soldaten abknallt und typische Kriegskulissen mit fliegenden Autos zu sehen sind, aber das war’s auch schon. Ansehen kann man sich dieses leichte Werk nur, wenn man keine Erwartungen auf eine intellektuelle Studie über Krieg und Terror erwartet sondern "Hau drauf!"- Action und halbnackte Sowjetspione. Wie gesagt ist das ganze sehr trashig, was den Film im Endeffekt erträglich macht, also eigentlich ziemlich dämlich, aber lustig genug zum einmaligen Ansehen. Das reicht eigentlich.

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