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Die beiden Low lifes John und Russell sehen keine große Perspektive mehr und so tun sie es vielen ihrer Landsmänner gleich und wählen den Weg in die Rekrutierungscenter der U.S.-Army. Doch in der Kaserne angekommen, müssen sie erkennen das die Army für freie Kost und Logie auch einiges von den Ihren verlangt. Besonders der sarkastische und aufmüpfige John legt sich mit Vorliebe mit dem mürrischen Drillseargent an, was schnell zu Problemen für die Kompanie führt. Unter dem Kommando ihres inoffiziellen Leaders John schliddern die Greenhorns dann auch so zielsicher wie chaotisch in haarsträubende Abenteuer...

1981. Es gab noch keine Handies, keine Home-Computer und Ikonen wie Schwarzenegger waren noch nicht auf's filmische Parkett getreten. - Bill Murray allerdings, der war schon da und übernimmt in dieser klassischen Army-Komödie auch gleich den Hauptpart. Aus heutiger Sicht eine Standard-Armee-klamotte nach dem bewährten Muster "Völlig untaugliche Anwärter versuchen sich mit Witz und Glück bei der Armee". So abgegriffen das Schema dieser Tage auch sein mag, dieser Streifen war definitiv einer der ersten seiner Art und funktioniert seinem Konzept gemäß auch bestens. Sicher, sicher. Ein wenig zotig, die Charaktere bewußt überzeichnet, aber das macht die Sache irgendwie gerade sympathisch. Was Andere Filme wie Wo bitte geht's hier zum Militär und Police Academy später fortsetzten: Dieses Werk ist ihr geistiger Ahnherr.

Was sich mir auch hier wieder einmal verschließt, ist die grottige Titelwahl der deutschen Fassung: Aus dem Original Stripes wurde im Teutonenlande aufgrund einer Hirnspastik eines unfähigen Entscheidungsträgers der Lokalisationsbranche ein geistfreies "Ich glaub' mich knutscht ein Elch!"... Und wenn ich derartige Titelkonzeptionen sehen muß, dann glaube ich das oft auch! Was zum Geier sagt das aus? Nichts, nada, nothing. Es sagt Nichts über die Art des Films, ist völlig bezugslos. Einfach mal eben per Tombola aus dem Redewendungenzuber gewürfelt. Aber diese verfehlten Umtaufungen waren in den Seibzigern und frühen Achtzigern ja leider gewohnter Standart. wollen wir also gnädig (wenn auch nicht ganz ohne ein unterdrücktes Zähneknirschen) darüber hinwegsehen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass der Film als solcher durchaus sehenswert ist. Ein gewohnt guter Bill und eine zwar eher seichte aber amüsante Story machen Stripes auch heute noch zum passenden Stoff für einen vergnüglichen Filmabend.

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