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Frank Leone ist Musterhäftling, verbüsst seine Strafe wegen Körperverletzung planmäßig - bis er eines Tages wie aus heiterem Himmel in einen Hochsicherheitsknast verlegt wird. Seine Vergangenheit hat ihn eingeholt...

John Flynn liefert mit "Lock up" einen packenden Knastfilm ab, der vor allem durch seinen coolen Hauptdarsteller Sylvester Stallone besticht. Und man höre und staune, es geht auch ohne Niedermähen gegnerrischer Armeen. "Lock Up" punktet durchaus als sehenswertes Drama, das freilich kaum ein Klischee auslässt und bisweilen auch mit Leones etwas allzu weisser Weste ein wenig kitschig daherkommt - Dank seiner schlichten aber schön düsteren Inszenierung und den guten Schauspielerleistungen unterhält er jedoch trotztdem prächtig. Action gibt es in der Tat nur sehr wenig zu sehen und das meist in Form der typischen Knastquerelen zwsichen Hardcore-Football und hinterhältigem Mord. Allerdings wären ausufernde Ballerreien hier ohnehin nicht angebracht. Ich persönlich hätte mich zwar über einen kleinen Shootouts durchaus gefreut aber letzlich gehts auch ohne.
Schön fies kommt dabei stets Donald Sutherland als gnadenloser Gefängnisdirektor daher, John Amos hingegen hat etwas weniger Screentime und letztlich nur im Finale seinen eigentlichen, "großen" Auftritt - was widerum von Stallone mit einem coolen One-Liner beim Verlassen des Knastes quittiert wird. In weiteren Rollen: Der ewige Bösewicht Danny Trejo und Pearl Harbor-Star Tom Sizemore.

"Lock Up" bietet zwar bei weitem nicht die Substanz eines "Die Verurteilten", hat jedoch mit Stallone, einigen coolen Aktionen und einer intensiven Knast-Atmosphäre einiges zu bieten. Für sich genommen ein Klassiker des 80er-Kinos...

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