Review

Inhalt:
Ted Cole (Jeff Bridges) und seine Ehefrau Marion Cole (Kim Basinger) haben eine schwere Zeit hinter sich.
Ihre beiden Söhne sind bei einem Unfall ums Leben gekommen, und was bleibt ist ihre kleine Tochter und ein Leben voller Trauer! Entscheidende Wendungen nimmt ihr Leben, als sich Ted einen Praktikanten ins Haus holt!

Kritik:
Die Geschichte fängt mitten im Geschehen an.
Man erfährt zunächst nichts hintergründiges, und muss sich selbst ein Bild von dem machen, was in den beteiligten Personen vor sich geht.
Wenn man den Film nachher revue passieren lässt, entdeckt man erst wie intelligent er gemacht ist!
Während des Films gibt es merkwürdige Beziehung zwischen des genannte Figuren, und man versteht nicht ganz was das alles zu bedeuten hat!
Man denkt, dass wäre alles nicht normal, doch offenbart sich erst zum Schluss wie grausam der Unfall war und man bekommt aufgrund der zuvor passierten Geschehnisse einen Eindruck davon, wie grauenvoll so etwas sein kann!

Getragen wird der Film von perfekten schauspielerischen Leistungen aller Charaktere, von Jeff Bridges, Kim Basinger, Elle Fanning (die Ihrer Schwester Dakota in garnichts nach steht) über Jon Foster!
Es ist wahnsinn was Jeff Bridges aus seinen Rollen rausholt.
Man nimmt ihm die Rolle des verstörten Bestsellerautor, der auf seine eigene Art versucht, mit der Trauer fertig zu werden, aber es genauso wenig schafft wie seine Frau, anstandslos ab.
Kim Basinger liefert hier eine der besten Leistung Ihrer Karriere ab. Sie spielt eine vor Trauer gänzlich zerstörte Frau, deren Mann machtlos gegen Ihr komplettes Ohnmachtsgefühl ist. Man erkennt wahrhaftig die unglaubliche Leere hinter Ihren Augen!

Ted bekommt durch Zufall ein Angebot, einen Praktikanten aufzunehmen, welches er aus einem bestimmten Grund nicht abschlägt!
Und hier kommt die ganze Wucht der Geschichte ins Rollen, und entfernt sich völlig von anderen Dramen.
Im Laufe des Films wird erzählt, dass er ihn eingestellt hat weil er dringend einen Fahrer braucht, doch erst in den letzten 15 Minuten des Films wird sich all das Bedenken des Zuschauers über die Handlunsgweise der Personen klären!
Ich kann an dieserStelle nicht mehr verraten, da dies auf Kosten der Spannung ging, doch es sei gesagt das die Geschichte eine unheimliche Tiefe zu bieten hat!

Elle Fanning spielt die sehr junge Tochter von Ted und Marion, die unter der ganzen Situation wohl am meisten zu leiden hat, und von allen hin und her geschoben wird.
Unter dem Tod der beiden Brüder hat sie schon genug zu leiden, doch es kommt noch die Ohnmacht der Eltern hinzu, die es nicht mehr fertig bringen ihre kleine Tochter zu erziehen!

Die traurige Geschichte um zwei verunglückte Brüder hat eine grosse Auswirkung auf alle Beteiligten und man sieht zu, wie auch andere an dieser Tragödie durch das Verhalten der Eltern zu leiden haben!
Doch am Ende offenbart die Grausamkeit des Unfall das ganze krankhafte Verhalten der beiden verstörten Elternteile, und entschuldigt auf gewisse Weise ihre gesamten Handlungen.
Der Unfall wird genauso gezeigt, wie es sich für einen Film mit Klasse gehört, denn man sieht nicht mehr als man für seine eigene Vorstellungskraft benötigt.
Jeder kann sich selber ausmahlen wie grauenvoll und erschütternd der gesamte Anblick wirklich war, und wie dies jeden Menschen auf seine eigene Art zerstören würde!
Doch man sieht auch nicht zuwenig, sodass die hintergründe zu blass erscheinen sollten!

Für dieses ausgefallene, wenn auch sehr traurige Drama gebe ich an dieser Stelle 10/10 Punkte.
Doch auch die anderen Punkte eines Films wurden perfekt erfüllt:
Kamera, Schnitt und Musik sind delikat, und runden den Film zu einem besonderen Ausnahmedrama ab!

FAZIT:
Diese Story sucht seinesgleichen, der Aufbau ist perfekt!
"The Door in the Floor" ist für mich das beste Drama 2004!
Denn es erzählt eine Geschichte einer weitgehend völlig normalen, glücklichen Familie, und dessen totalen Absturz in verschiedene Trauerarten, aus denen es aufgrund der Härte des Schicksals kein Entkommen mehr gibt. Außer den Abstieg in die seelische Hölle, die metaphorisch gemeinte "Tür im Boden"!
Die Schauspieler liefern oscarreife Vorstellungen ab, die Musik ist wundervoll und passend und die Kamera hat sehr viel Klasse und bietet stilistische Delikatessen!
Jeder der gerne Filme auf sehr hohem Nievau sieht, lege ich diesen Film ans Herz!

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