Zwei Kiffer auf einem durchgeknallten Trip zu einem Burgerladen.
Story:
Harlod (John Cho) und Kumar (Kal Penn) sind nicht nur beste Kumpels, sondern auch passionierte Kiffer. Nachdem sie eines Abends einige Joints geraucht haben, verspüren sie ein gewaltiges Hungergefühl und wollen im "White Castle" die angebliche besten Burger verspeisen. Doch der Weg dorthin ist steinig: Eine Bande Assozialer, rassistische Cops, ein zugedrogter Seriendarsteller und Kumar's Drang nach Rauchware machen die Fahrt zum Spießrutenlauf. Und dann gibt's ja auch noch Maria, die scharfe Schnitte, in die Harold verknallt ist. Findet er endlich den Mut, ihr sein Herz auszuschütten?
"Harold & Kumar" stammt vom Regisseur von "Ey Mann, Wo Ist Mein Auto" - zumindest wird damit geworben. Schade nur, dass der gute Mann dieses Mal kein fähiges Team um sich hatte, dass ein ordentliches Drehbuch zum verfilmen vorgelegt hat. Prinzipiell unterscheiden sich die beiden Freaks nicht mal so gewaltig von Jesse & Chester, allein es fehlt an Gags, die zünden. Die sind zwar durchaus vorhanden, aber leider bei weitem nicht ausreichend. Viele wirken wie Ausschussware, die für "Ey Mann..." keine Verwendung fanden und jetzt auf Teufel-komm-raus doch noch verbraten werden müssen.
Da dürfte aber auch die deutsche Synchro einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen haben. Sorry, aber Rick Kavanian und ganz besonders Oliver Pocher sind nicht unbedingt dazu berufen, Filme zu synchronisieren. Nicht nur, dass ihre Stimmen so rein gar nicht zu den Charakteren passen, die Witze zünden nur zu gut 50% und das ist entschieden zu wenig.
Dass der Humor keinesfalls mainstream-kompatibel ist, dürfte klar sein (ist schließlich irgendwo auch eine Kifferkomödie) und auch ansonsten liegt der Humorniveau jenseits der Gürtellinie, aber das wäre ja kein Problem, wenn die Synchro nicht gar so einfallslos und wie schon gesagt unpassend wäre. Sieht man sich im Vergleich dazu mal das englische Original an, kann man locker noch mal 2 Punkte dazurechnen. Der Film kommt zwar auch dann zu keiner Sekunde an "Hey Mann..." ran, ist aber dennoch wesentlich besser als in der deutschen Version.
Warum bei der deutschen DVD als Referenz von John Cho "American Pie" angegeben wurde, verstehe ich auch nicht wirklich. Dort hatte er doch bestenfalls eine kleine Nebenrolle und kam in den ersten beiden Teilen zusammengerechnet vielleicht maximal 10 Minuten vor, wenn überhaupt. Kal Chenn hatte in "Party Animals" zumindest eine der Hauptrollen. Man sollte allerdings nicht erwarten, dass "Harold & Kumar" damit irgendetwas zu tun haben, dem ist nicht so.
Schauspielerisch können die beiden dagegen schon überzeugen und spielen die Kiffer ziemlich überzeugend. Dazu gesellen sich noch etliche (amerikanische) Serienstars in Gastauftritten, die aber hierzulande eher unbekannt sein dürften und von daher auch nicht erkannt werden in den meisten Fällen. Etwas enttäuscht war ich von der Musik, die hauptsächlich auf Mainstream setzt. Hier hätte ich mir lieber etwas Reggae gewünscht.
Fazit: Eine eher durchschnittliche (Kiffer)Komödie, die in der deutschen Version ziemlich versagt. Im Orginal wesentlich besser, aber trotzdem keine Konkurrenz für "Ey Mann...".
5 von 10 Punkten (deutsche Version)
7 von 10 Punkten (Originalversion)