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Sicher trifft Harold & Kumar nicht jedermanns Humor, aber meinen Geschmack hat er gut getroffen. Regisseur Danny Leiner hatte mich bereits mit Ey Mann wo is mein Auto zum Lachen gebracht. Das Harold & Kumar von ihm stammt ist nicht schwer zu erkennen, die beiden Filme sind sich sehr ähnlich. Worum geht es bei Ey Mann wo is mein Auto? Am Morgen nach einer durchfeierten Nacht finden 2 Loser ihr Auto nicht wieder und machen sich auf die Suche. Dabei erleben sie haarsträubende Abenteuer. Worum geht es bei Harold & Kumar? Nachdem sich 2 Loser, die namensgebenden Harold und Kumar, mit ein paar ordentlichen Joints zugedröhnt haben läuft der Werbespot für das White Castle, ein Mc Donald’s ähnlicher Burgerfressschuppen und nun machen sich die beiden auf die Suche nach dem nächsten White Castle um einen der leckeren Burger die es dort zu essen gibt abzubekommen. Das erweist sich als äußerst schwierig und bei ihrer verzweifelten Suche erleben sie haarsträubende Abenteuer. Die Story ist nur minimal anders als bei Ey Mann wo is mein Auto. Einmal suchen 2 Noobs nach ihrem Auto und einmal nach einem Fast Food Restaurant. Zugegeben, die Stories, wenn man es überhaupt so nennen kann, sind nicht nur ziemlich gleich, sondern auch ziemlich bescheuert. Die Figuren sind sich auch sehr ähnlich. Harold und Kumar sind praktisch wie Jesse und Chester nur das sie durch ihr ständiges Rumgekiffe, vor allem Kumar, einbisschen an Cheech & Chong erinnern. Wie schon gesagt Ey Mann wo is mein Auto und Harold & Kumar sind sozusagen gleich, bis auf ein paar kleinere Unterschiede. Harold & Kumar treffen zum Beispiel nicht Jesse & Chester Style auf ein paar ausgewachsene Vogelstrauße sondern auf einen Gepard. Einen großen Unterschied gibt es aber doch, und der ist letztendlich ausschlaggebend dafür das Harold & Kumar mir gut gefallen hat obwohl ich Ey Mann wo is mein Auto schon mehrmals angesehen habe: Die Gags sind neu und nicht weniger witzig. Ein paar Gags sind ganz nett, einige sind gut und eine handvoll sind echte Brüller, so zum Beispiel Extreme-Kayaking, für mich das absolute Highlight des Films. Einen Brüller gibt’s auch schon gleich zu Beginn. Das Vorstellungsgespräch von Kumar ist der Hammer! Ich hab mich fast totgelacht. Kumar trägt sowieso stark zum Spaßfaktor bei. Mit seiner lockeren Art und dem in der deutschen Synchronfassung irgendwie geil passenden Akzent (er wurde ja von Rick Kavanian gesprochen) sorgt er mit einigen flotten Sprüchen doch für einige Lacher. Weniger gut hat mir die deutsche Synchronstimme von Harold (Oliver Pocher) gefallen. Oliver Pocher finde ich sowieso irgendwie doof und so hat mir das nicht gefallen, aber kann man nichts machen. Naja, es gibt ja zum Glück genügend gute Gags und ich habe relativ oft gelacht. Vorraussetzung für den Film ist natürlich das man über so sinnlose Witze lachen kann. Der Film ist frei von jedem Anspruch, aber ich stehe auf solche hohlen Komödien. Mein Tipp: Ein paar Kumpels einladen und dann bei ein paar schönen Bierchen genießen, dann ist der Film der echte Burner. Ich bin auf jeden Fall zufrieden damit. Ich habe zwar bei ein paar anderen Filmen auch schon öfter gelacht, aber ich kann sagen mich ganz gut amüsiert zu haben.

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