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Wenn in einem Film 140 Minuten lang gar nichts passiert kann man nur eins sagen: Langweilig! Und genau das ist Traffic. Zusammengebastelte Klischees sollen eine sinnvolle Handlung ergeben, was genau so wenig funktioniert wie die Darsteller, die sich redlich bemühen, denen man aber Ihre Darstellung nie abnimmt. Auch Soderbergs Stilmittel sind nicht jedermanns Sache. Warum dieser Film auch noch 4 Oscars bekam kann Ich mir nur damit erklären das es 200 gar nichts besseres gab, was mir schwer fällt zu glauben. Den Hype um den Film kann ich weder erklären noch unterstützen. Das ganze hätte man sehr gut in 100 Minuten erzählen können. Das Fazit des Films könnte man in "Keine Macht den Drogen" umwandeln und bei dem erhobenen Zeigefinger auch prima als Lehrfilm in den Schulen vorführen. Dann aber bitte in einer gestutzten Version. Enttäuschende 2/10 Punkten!
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Vielschichtiges, sozialkritisches Drogendrama, in dem mehrer komplexe Handlungsstränge parallel geführt werden, die sich schließlich nach und nach kreuzen und vereinen. Der ruhig und schlicht gehaltene Film überzeugt durch Komplexität, differenzierte Charaktere und Realismus. Jeder Handlungsstrang wird zudem in seiner ganz eigenen Optik präsentiert - So wird zB das schwüle, ärmliche Mexico stets in leicht verschwommenen Gelbtönen, das stirile Anwaltsleben Amerikas dagegen in kühlen Blautönen dargestellt. Zusammen mit den schlichten aber überzeugenden Mitteln des Filmes gibt dieses Stilmittel dem Film eine einigartige Note. Auch die schauspielerischen Lesitungen sind weitesgehend als herausragend anzusehen. Traffic ist ein eindringlicher Appel gegen Drogen, den man in Ruhe sehen sollte. Für den unreifen Zuschauer weniger geeignet...