Nein, "15 Minuten Ruhm" konnte mich ganz und garnicht begeistern. Anscheinend wollte man hier auf Teufel komm raus einen außergewöhnlichen Kultthriller erzwingen, der zugleich noch medienkritische Elemente und Justizkritik einbezieht. Ok, in rein technischer Hinsicht ist Regisseur John Herzfeld durchaus eine ansprechende Leistung mit schönen Stadtpanorama-Shots, passablem Soundtrack und etwas harter Action gelungen - leider will bei "15 Minutes" dennoch praktisch kein Filmspass aufkommen. Die Gründe hierfür sind zum einen bei der wenig spannenden Story um zwei mediengeile Psychopathen, zum anderen bei den völlig unsympathischen Charakteren (insbesondere die zwei bescheuerten Russenkiller) sowie den ebenfalls blass bleibenden Darstellern Robert De Niro (mal wieder) und Edward Burns zu suchen.
"15 Minutes" bietet schlussendlich zu wenig Action um als klassicher Actionfilm durchzugehen, zu wenig Satire um Satire zu sein und eine gekünstelt schräge Story, die leider nicht funktionieren will. Irgendwie steht man nach dem Abspann wie mit leeren Händen dar. Ein technisch zwar durxhaus gelungener aber ansonsten ziemlich mißlungener und wirrer Film, den mal schnell wieder vergisst...