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Um einen Schmugglerring auszuheben, entsendet der französische Geheimdienst die zwei Agenten Brisseau und Barbara nach Marokko. Ihr Auftrag: Sie sollen ein Schiff, das Waffen transportiert, in die Luft sprengen. Der Auftrag läuft reibungslos, aber nach ihrer Rückkehr werden Brisseau und Barbara plötzlich zum Spielball ihrer skrupellosen Auftraggeber. Wem können Sie noch trauen, wenn zu viel Macht und Geld im Spiel ist?

Wenn es nach dem Cover ginge, wäre Agents Secrets wenigstens der französische Bond oder eine Variante von Mr. und Mrs. Smith, hat mich dann aber doch eher an den behäbigen Derrick erinnert. Die vielbeschworenen Action und Tempo sind mir jedenfalls nicht aufgefallen, man beschränkt sich hauptsächlich auf die Dialoge und setzt auffallend oft seine beiden teuren Stars per Großaufnahme in Szene. Für ein internationales Spionageabenteuer passiert in den doch immer länger werdenden zwei Stunden eindeutig zu wenig.
Da jettet man zwar mal kurz nach Casablanca um ein Schmugglerboot zu versenken, bekommt aber von dieser Aktion kaum etwas zu sehen. Keine Schießereien, keine Tempojagden auf dem Wasser, keine Big Ass Explosion, das wirkt eher als wollte man sich auf Frau Belluci konzentrieren, der man von den eigenen Leuten eine wenig Heroin ins Handtäschchen schmuggelt, was ihr natürlich einen Knastaufenthalt beschert. Warum und mit welchem Ziel verrät einem aber keine Sau.
Ach ja, am Anfang bitte nicht wundern, die DVD ist nicht kaputt, es wird wirklich erst das erste Wort nach knapp 12 Minuten gesprochen. Dann aber leider viel zu viele davon. Das französische Kino wurde in letzter Zeit ja gerne und zurecht gelobt, aber dieses Agentenfilmchen ist schlicht zu langweilig geraten. Das können dann auch Belluci und Cassell nicht mehr rausreißen. Wer wie ich auf spannungsgeladene Action a la 007 gehofft hat, wird jedenfalls ordentlich enttäuscht.
4/10

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