Vor den Augen der Freunde geschieht das Entsetzliche. Die hartherzige & gottesfürchtige Mutter (Lin Shaye) von Jam (Sam Huntington) fackelt die Konzert-Tickets ihrer Rock-Götter ab! Und obwohl sich vor ihnen jede Menge Hindernisse auftürmen, schaffen es die Vier (neben Huntington gespielt von Edward Furlong, James DeBello & Giuseppe Andrews) in einer geborgten Karre trotzdem nach Detroit zum ausverkauften Kiss-Gig. Dort gibt es "nur" noch ein Problem: Die nicht vorhandenen Eintrittskarten.
Eine zünftige Rockomödie von Adam Rifkin, die weniger auf Intelligenz & Geschmack, dafür umso deftiger auf Party & (Rock-)Musik setzt. Jeder unserer jugendlichen Helden erlebt in Detroit sein eigenes Abenteuer, das ihn (vermutlich) fürs weitere Leben prägen wird. In einer charmanten Szenen-Reihe, die bestimmt auch Quentin Tarantino gefällt, wird einer der Teens etwa von einem heifen (heißen & reifen) Feger verführt. Ein anderer avanciert unfreiwillig zum Helden. Das ist nicht nur sehr amüsant umgesetzt, sondern hat durchaus auch Herz.
Realistisch ist das alles nicht wirklich, manche Figuren sind bloß Karikaturen & nicht alle Gags & Ideen zünden. Aber unterm Strich hat der Streifen das Herz am rechten Fleck & der Soundtrack ist sowieso über jeden Zweifel erhaben, da geben sich unter anderem T. Rex, The Sweet, The Runaways, Thin Lizzy, Black Sabbath, Pantera, ELO, AC/DC, Santana, Ramones & natürlich Kiss die Klinke in die Hand. In Nebenrollen mit dabei: Melanie Lynskey, Natasha Lyonne & Shannon Tweed. Macht durchaus große Laune, wenngleich Wayne's World unerreicht bleibt.
7,5/10