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"Pearl Harbor" musste schon im Vorfeld herbe Kritik entgegen nehmen. Ob diese allerdings berechtigt ist, bleibt weiterhin Geschmackssache. Das viel versprechende Team Bruckheimer / Bay gingen mit hartem Ziel voran: Der "Titanic" Knüller sollte sich wiederholen. Sollte man allerdings nach filmischer Qualität gehen, sollte man meinen, dass "Titanc", sicherlich nicht unbedingt "meilenweit", gewinnen würde. Das jedoch soll nicht bedeuten, dass "Pearl Harbor" ein schlechter Film ist. Schließlich wird auch hier eine wahre Tragödie erzählt und obendrein wurde alles in fesselnde Bilder gesetzt. Und das ist es doch, was "Titanic" so berühmt machte: Die allseits wahre Begebenheit. Allerdings war der Angriff auf "Pearl Harbor" bei weitem nicht so populär, wie der Untergang des Luxusliners. Als Gegenargument, so wie Produzent Jerry Bruckheimer es gerne ausdrückt, könnte man natürlich kommentieren, dass hier weitaus mehrere Schiffe untergehen, als in "Titanic". Aber das wäre natürlich völliger Unsinn, so etwas als "Pluspunkt" zu werten.

Effektemäßig steht "Pearl Harbor" ganz weit vorne in der Gunst der Actionfans. Jerry Bruckheimer setzte alles daran, dass alles möglichst authentisch herüberkommt. Und das ist ihm so wahnsinnig gut gelungen, dass er praktisch sich selbst und seine bisherigen Actionorgien in den Schatten stellt. Alles wurde so lebensnah und realistisch umgesetzt, dass man meinen könnte, selbst dabei zu sein. Zur Überzeugung dieses Gefühls leistet auch die brilliante Kameraführung ganze Arbeit. Alles wurde in perfekte, atemberaubende und großartige Bilder verpackt.

Mit Ben Affleck und Josh Hartnett fanden sich solide und, so macht es jedenfalls den Eindruck, relativ unverbrauchte Hauptdarsteller. Und auch Kate Beckensale überzeugt durchaus. Alle spielen gekonnt miteinander bzw. gegeneinander. Und auch die restlichen Darsteller erwiesen sich als Glücksgriff und stellten sich neben den Hauptdarstellern ebenfalls als Idealbesetzung heraus.

Mit "Pearl Harbor" wird, praktisch gesehen, noch einmal die "Titanc" Variante heraus provoziert. Und das war natürlich auch beabsichtigt. Ich denke, dass man trotz der enormen Länge des Films sagen kann, dass man perfekt unterhalten wird und der gesamte Streifen ohne wesentliche Längen auskommt. Ob man es noch etwas besser hätte machen können, bliebe wohl unbeantwortet.

Fazit: Sollte man sich auf jeden Fall ansehen. Man bekommt hier zwar mehr dieses "Popcornkino" Gefühl als etwa dieses bedrückende "Kriegsfilm" Empfinden, aber damit kann man noch gut leben. (9/10)

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