Es ist wirklich eine Katastrophe, dass sich Michael Bay nun auch noch einem historischen Thema angenommen hat, ausgerechnet den Angriff auf Pearl Harbor muss der Oberguru aller Patriotenfilme verfilmen, hätte das nicht auch ein seriöserer Regisseur übernehmen können? Wirklich, das einzige, was an diesem Film richtig beeindruckend ist, ist der Angriff selbst, besser geht’s wirklich fast nicht, aber alles außen herum, die fast drei Stunden absoluter Nonsens, verdienen wirklich nicht mehr als ein müdes Lächeln, aber doch nie im Leben die Höchstnote!
Gut, die Lovestory ist kitschig, aber als Rahmenhandlung für den Angriff in Ordnung, dass da die beiden Freunde beide verstrickt sind, muss nicht mehr sein, denn dadurch gelangt die Lovestory mehr und mehr in den Vordergrund.
Völlig entwertet wird der Film aber durch den Angriff auf Tokio, den natürlich unsere beiden Helden schließlich entscheiden. Ohne den Revanche-Angriff wäre der Film gar nicht so schlecht, aber dass der Angriff auf Pearl Harbor noch im Film gerächt werden muss, nein wirklich nicht! Das ist echt ein übelst patriotisch-reaktionäres Machwerk! Schade, es wäre wirklich schön gewesen, wenn ein wirklich guter Regisseur das Ruder in der Hand gehabt hätte, aber Michael Bay ist eine absolute Null, der sollte sich darauf beschränken, Actionfilme zu drehen, und selbst da ist nicht jeder Film ein Treffer, siehe Armageddon und Bad Boys II.
Für den Pearl-Harbor-Angriff gibt es einen Zusatzpunkt, aber mehr als eine 2/10 ist nicht drin.