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TOKYO EYES

Ein Junger Mann, nennt sich selbst nur "K", mit blauen Mantel und einer schwarzen Mütze bekleidet, läuft zu dröhnenden Drum and Bass Rhythmen durch die Straßen Tokios und umfährt seine Mitmenschen mit sonderbaren Handbewegungen. Wie sich später im Verlauf des Filmes herausstellt hat er eine kleine Kamera in der Hand und filmt die Menschen damit. Schnitt: Plötzlich sehen wir ein Badehaus mit einen Mann der am Beckenrand sitz. "K" der zuvor noch die Umgebung filmte hat plötzlich eine Waffe in der Hand und bedroht den Badegast damit und dann aus dem nichts heraus schießt er.

Es kommt in die Nachrichten und in die Zeitungen, er bekommt den reißerischen Spitznamen "Four Eyes", weil er immer wenn er zur "Tat" schreitet eine Hornbrille mit sehr dicken Gläsern trägt. Nur was tut er eigentlich? Die Ordnungshüter sind ihm auch schon auf der Spur und ein ermittelnder Polizist ist der Bruder von Hinano. Hinano weckt das Interesse von „K“ und sie hinterfragt seine Absichten und versucht ihn zu überreden damit aufzuhören. Sie kommen sich näher so wie es verliebte tun, weshalb „K“ den Entschluss fast sein Leben zu ändern. Die Waffe soll durch den Verkauf an einen Triaden-Handlanger (Takeshi Kitano) verschwinden. Doch dabei kommt es zu einem unvorhergesehenen Vorfall, nach dessen Ausgang Hinano und „K“ beschließen sich nie wieder zu sehen.

"Ich glaube ich habe schon wieder ein Staubkorn im Auge?!!!

Wow! Tokio Eyes müsst ihr gesehen haben, ein richtiger Feel-Good-Film mit einer interessanten Story. Man weiß nie was einen als nächsten erwartet (Deshalb auch die etwas unstimmige Inhaltsangabe). Der Zuschauer taucht ein in die Welt von „K“ und diese lässt ihn nicht wieder los. Einfühlsam zeichnet Regisseur Jean-Pierre Limosin seine Figuren. Allein zu sehen wie die beiden sich näher kommen ist witzig und dramatisch zugleich. Die unverbrauchten Darsteller sind überzeugend und Identifikator bzw. Sympathieträger zugleich. Kühle Bildkompositionen und ruhig auch mal elektronische Musik untermalen die teilweise triviale Geschichte perfekt.

Also, wer wissen will ob unser, so, ungleiches Paar wieder zusammen kommt, was für ne geile Plattensammlung "K" hat und wie das mit dem: "Ich glaube ich habe schon wieder ein Staubkorn im Auge" gemeint ist, der wird wohl nicht Drumherum kommen sich "Tokyo Eyes" anzuschauen.

Kultiges kleines Meisterwerk, deshalb von mir 8 von möglichen 10 Punkten.

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