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16 Jahre bevor sich Mel Gibson mit „Braveheart“ wohl endgültig bei vielen Fans ein Denkmal setzte in dem er als William Wallace den schottischen Rächer mimte, half ihm auch wohl genau diese Art von Charaktere zum damaligen Durchbruch. Als eigentlicher Streifenpolizist, der nach dem Verbrechen auf Frau und Kind zum einsamen Rächer wird. Dies geling ihm in „Mad Max“ allemal, auch wenn ihm dabei natürlich die schauspielerische Reife in einigen Szenen noch fehlen mag. Aber das  ist es auch gar nicht was den Film zu dem macht was er nun nach über 25 Jahren ist – nämlich immer noch eine mehr als Sehenswerter Actionfilm.

Der Rest der Darsteller macht seine Sache im großen und ganzen auch gut. Die Bösewichte wirken auch in keinster Weise freundlich. Da der Zuschauer jedoch bei einigen Charakteren im ungewissen gelassen wird, was aus ihnen wird, beschränkt sich das Hauptaugenmerk auf einige, wenige Personen. Die einzige die in diesem Fall, zumindest für den Zuschauer bis dato offensichtlich, übrig bleibt ist Max – Mad Max.

Was die Besonderheit des Filmes ausmacht, sind jedoch keinesfalls die schauspielerischen Leistungen, viel mehr die gesamte Atmosphäre, welche sich von der ersten bis zur letzten Minute über den Betrachter ausbreitet. Mag sein dass genau diese billig wirkende Inszenierung dem Zuschauer das Gefühl gibt, er finde sich bei „Mad Max“ in einem reinen Endzeit – Streifen wieder. Die Straßen leer und die Städte ausgestorben. Lediglich ein paar Bullen und deren gegenüber die Bösewichte. Dies alles reicht aber vollkommen aus um daraus einen exzellenten Actionstreifen zu machen. Allen voran möchte ich hierbei natürlich die Szenen, welche sich auf der Straße abspielen, erwähnen. Die Kameraführung ist dabei, vor allem für damalige Verhältnisse, äußerst dramatisch und Temporeich in Szenen gesetzt. Diese lässt den Betrachter förmlich vor der Glotze kleben. Ob für den Film ein 18er- Rating gerechtfertigt ist, lasse ich einfach mal so dahingestellt – vielleicht für damalige Verhältnisse akzeptabel.

Der Sound, um es mal so zu nennen, fügt sich dabei hervorragend in die Hochgeschwindigkeits – Szenen ein. Er wirkt ebenso wie der Film brachial und hämmert einfach mal darauf los. Passt somit perfekt zum doch recht kompromisslosen und schnell zur Sache kommenden Streifen, welcher ohne große Umwege direkt auf den Punkt kommt. Evtl. hätten im Mittelteil die eine oder andere Szene etwas kürzer ausfallen können, jedoch wirkt „Mad Max“ zu keinem Zeitpunkt Langweilig oder ähnliches. Vor allem da er mit 89 Minuten im großen und ganzen relativ kurz gehalten ist. Aber warum mehr, wenn man das weniger das Beste rausholt, wie in diesem Fall.

Alles in allem ist „Mad Max“ ein mehr als nur Sehenswerter Streifen den jeder Actionfilm – Fan gesehen haben muss. Alleine schon des Finale wegens. Für Fans von Mel Gibson sowieso ein Pflichtfilm, wobei es nur bedingt seine Rolle ist, die diesen Film schon fast zu einem Klassiker macht!

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