Review

Mad Max. Endlich habe ich den Film einmal gesehen!

Zunächst einmal war ich irgendwie schockiert: Ein sabbernder Irrer namens Knight Rider, grellbunte Polizeiautos, die aussehen wie Kirmeskarren und ein Mel Gibson, der wie ein 20 jähriger Jüngling wirkt. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich nur die beiden Sequels und war von diesen begeistert.

Nun, nachdem ich mich von dieser ersten Verwirrung erholt habe, genoß ich einen coolen und ziemlich eigenwilligen Endzeit-Actonfilm, an dem sich kaum etwas bemängeln lässt. Lediglich etwas ist mir sauer aufgestoßen: An keiner Stelle wird erwähnt, wann der Film spielt. Man hört nie etwas von postnuklear und erst recht nichts vom berüchtigten Ölmangel. Der Regisseur verschenkt hier leider eine Menge Potential, diesen Fehler bügelt er jedoch am Anfang von Mad Max 2 aus. Man mag versucht sein zu glauben, dass es in australien wirklich solche Zustände gibt, denn in dieser "postnuklearen" Welt gibt es immer noch Schnellrestaurants, Urlaub und regen Verkehr auf den Highways.

Dieses kann aber vielleicht auch damit erklärt werden, dass Max zum Schluss in eine "verbotene" Zone fährt. Vielleicht ist dies die barbarische Welt Zentralaustraliens, in der die Sequels spielen.

Wie auch immer, ein kultiger B-Movie mit einigen abgedrehten Figuren (wobei die "guten" Polizisten kaum weniger abgedreht erscheinen wie die "bösen" Rocker aber das ist beabsichtigt), tollem Score, und zum Schluss noch einen ordentlichen Schuss Zynismus.

Ansehen!

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