Review

Mad Max ist eine Legende von Film. Er ist ein dreckiger kleiner gemeiner Rachefilm. Und damit hätte es sich ja eigentlich als Review schon. FAST!

Trotz seiner offensichtlichen B-Movie Zugehörigkeit ist Mad Max aber auch ein ziemlich intelligenter kleiner Film über sich auflösende Strukturen und die Hilflosigkeit einer Exekutive, welche zunehmend gegen die Wand gedrückt wird und verwahrlost.

Mel Gibson nutzt die sich ihm bietende Chance - er ist hier noch am Anfang seiner Karriere - und schafft mit diesem Film den Sprung in die A-Liga der Darsteller. Er hat für so einen Jungspund bereits ein unglaubliches Charisma, dass es fast bisweilen so wirkt, er befinde sich in einem falschen Film, da alles um ihn herum viel schäbiger wirkt als er selbst.

Die Inszenierung ist düster, dreckig, mit bisweilen Anflügen von typischer 1970er Westentaschenromantik mit erlesenen Bildern. Das macht aber gerade das Schlußdrittel des Filmes dann umso drastischer.

George Miller geht kompromisslos zu Tage und ist sich nicht zu schade, liebgewonnene Figuren zu opfern, um seine ganz große Geschichte zu erzählen.

Am Ende haben wir dann tatsächlich einen Mad Max.

Man muss dazu sagen, dass dieser Film nicht so viel mit dem mittlerweile etablierten Mad Max Gefühl zu tun hat, er ist sozusagen EINE mögliche Vorgeschichte zu dem dann folgenden Franchise.

Und es gibt diverse Lesarten, die behaupten, dass die folgenden Filme gar nicht mehr real sind sondern dem kranken Hirn des Mad Max entsprungen sind. Oder der erste Film ist nur ein Hirngespinst?

Wie auch immer, ein astreiner Genre Film!

 7 Punkte

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