"Let's get some shoes for analysis"
Geschmacksresistenter Cat III Sicko von Yes Films Co., der sich diesmal nicht um aus Menschenfleisch hergestelltes Essen, sondern Schuhe aus Menschenhaut dreht, und die zweifelhafte Handlung typischerweise mit viel Sex und Gore anreichert, aber einfach zu schlecht ist, um mit den Grössen des Genres mitzuhalten.
Die Geschichte interessiert natürlich weniger, es geht aber um die anfangs unschuldige, später teils mitverantwortliche Sherry, die bei einem Schuhmacher arbeitet und in den Sohn ihres väterlichen, mittlerweile vermissten Arbeitgebers verliebt ist. Als dieser allerdings mit einer anderen Frau antanzt, beauftragt Sherry einen notgeilen Angestellten, ihr zuliebe die Konkurrentin auszuschalten. Dieser nimmt den Auftrag für bare Münze und vergewaltigt und zerstückelt die Nebenbuhlerin, die Haut liefert er durch eine Gaunerbande [ u.a. Shing Fui On und Billy Chow ] wiederum zurück an die Schuhmacher, die unwissentlich daraus die neuen Treter herstellen. Dann bekommt die Polizei [ unter Dick Wei ] einen Tipp, innerhalb der Bande bricht ein Machtkampf aus und der Sohn geht auf Rachefeldzug für seinen getöteten und ebenfalls verarbeiteten Vater.
So weit, so lustig, filmisch ist das natürlich dritte Garnitur, wenn überhaupt. Wofür man da zwei Regisseure braucht ist zwar ebenso ein Rätsel wie, warum die Schuhe jetzt unbedingt aus Menschenhaut sein müssen, profitmässig befindet man sich nämlich anscheinend auch nicht auf so glorreichen Wegen, die Schuhe sind dem Vernehmen nach sehr billig.
Der Goregehalt wird zudem unglücklicherweise fast zum Anfang voll ausgespielt, das dürfte dann auch das rein actionmässige Finale erklären, indem gleich 2 biedere, aber blutige Shootouts aneinandergereiht werden; nicht ohne das der Rächer sich rambomässig ein Stirnband anlegt. Langweilig wird es aufgrund der absurden, selten logischen und durcheinander gewürfelten Story samt schnellem Tempo und natürlich den ausschweifenden over the top Eskapaden nicht, allerdings wird nie die grimmige Atmosphäre eines UNTOLD STORY oder den albtraumhaften Ausbruch eines RUN AND KILL erreicht. Dafür fehlen neben guten Darstellern – nur Schlafwandler hier – auch eine packende Regie, ausserdem wird es zeitweise gar zu blöde, hier kann man Geiselnehmer noch mit „Vorsicht, hinter dir!“ ablenken.
Einen dubiosen Unterhaltungswert kann man dem Werk deswegen zwar nicht absprechen,
allerdings: “it offends the stands of morality, decency and propriety generally accepted by reasonable adults."