Vanessa Farrow stößt ihren Ex-Mann, Tony Galper, den Sohn eines Mafiabosses, bei einer Auseinandersetzung von sich, wodurch dieser so unglücklich auf einen Glastisch fällt, daß er stirbt. Vanessas Geliebter, Justin Price, hilft ihr, die Tat zu vertuschen: Wenn herauskäme, daß Tony tot ist, dann würde er das von Tony versprochene Geld zur Finanzierung seines neuen Clubs nicht bekommen. Unglücklicherweise hat ein Klatschreporter, Linwood Logan, die Tat fotografiert, und erpreßt sie nun. Justin ermordet ihn daraufhin, indem er ihn erwürgt und aus einem Fenster wirft, und dies als Selbstmord aussehen läßt.
Im zarten Alter von 75 Jahren drehte Peter Falk seinen 69. und letzten Columbo ab. Man versuchte dabei allerdings krampfhaft auf modern zu trimmen und siedelt die Handlung in der Technoszene ab, was zur Folge hat das als Score permanent eben jene Klänge um die Ohren gehauen werden, auch abseits der Discoszenen. Irgendwie fand ich das das nicht so wirklich passend ist für den in Ehren ergrauten Inspector. Vermutlich wollte man aber gerade auf diese Dissonanz setzen, nach dem Motto Gegensätze ziehen einander an.
Die letzte Party ist mal wieder eine Episode mit zwei Toten. Während der erste noch versehentlich im Streit passierte, bei der das Opfer sein Fallduell gegen einen Glastisch verlor, geschieht der zweite dann schon platziert. Ein Reporter hat Beweise für den Mord und wird so zu einem Fenstersturz getrieben, allerdings auch selber Schuld, wenn man dem Erpreßten brühwarm erzählt, das man die entscheidenden Beweise hat, aber dieses noch niemanden weitergegen hätte.
Hier steigt Columbo ein und die Untersuchung des zweiten Tatorts fand ich allerdings als eine der genialsten der ganzen Serie. Wie viele Ermittler gibts es wohl, die am Mund des Opfers schnuppern, deren Pediküre untersucht und die abgeschnitten Fußnägel aus der Toilette puhlt ohne jegliche Schutzmaßnahmen? Auch das Koi Karpfen letzlich die Täter überführen, ist jetzt auch eher mit dem Stempel ungewöhnlich zu versehen. Da aber das Vorgehen des Mordpaares sehr ausgefuchst und clever ist, war dies aber auch vonnöten.
Auch wenn der letzte Fall immer noch sehr gut ist, hätte ich mir doch ein würdevolleres Ende des Inspctors gewünscht, zumindet eine Beförderung zum Commissioner oder so was ähnliches. Ich kann mir kaum vorstellen, das noch eine weitere Folge geplant war, denn Peter Falk drehte ja noch sechs Jahre weiter, das ist quasi wie eine Fernsehserie ohne abschließendes Ende. Schade eigentlich.
7/10