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Eine Filmreihe am Abgrund: Christopher Reeves letzter Einsatz im Strampelanzug ist extrem cheesy. Die Trickeffekte rund um Supermans Flugkünste haben sich seit 1978 kaum verbessert und wirken hier dementsprechend überholt. Ein wahres Chaos hinter den Kulissen sorgt dafür, dass die Story sehr holprig und lückenhaft wiedergegeben wird. Wo die Logik versagt, da wird einfach auf blöde Comedy gesetzt. Und der grummelige Superschurke mit der blondierten Föhnfrisur und den silbernen Krallen ist auch ein Kapitel für sich. Der große Zweikampf der Giganten macht den Eindruck, als wäre er aus einem schlechten Cartoon entliehen. Und wieso heißt der Fiesling überhaupt Nuclear Man, wo er doch eindeutig solarbetrieben ist? Wie kann Superman mit seinem Röntgenblick die Chinesische Mauer reparieren? Und wie kann Mariel Hemingway im Weltall atmen? Fragen über Fragen.
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Ein Wort reicht aus, um diesen Film zu beschreiben: Grauenhaft! War der erste Superman interessant, doch langweilig, der zweite gute Unterhaltung, und der dritte eine nette Komödie, so ist Superman IV ein Film, der an seinen selbstgestellten Ansprüchen erstickt. Im Zuge der damaligen weltweiten atomaren Abrüstung, als auch der Entspannung zwischen Ost und West, dachten sich die Produzenten, daß es den Zeitgeist treffen müsse, wenn man Superman gegen einen radioaktiven Gegner antreten liesse. Doch weit gefehlt. Hatte es Supie in den vorangegangenen Filmen immer mit Gegnern zu tun, die nicht auf den Mund gefallen waren, so war "Radioactive Man" nur ein tumber Muskelprotz, der den gesamten Film fehl am Platz wirkte. Waren die ersten Filme noch halbwegs gute Comic-Verfilmungen, so war "Die Welt am Abgrund" eine reine Zelluloid-Verschwendung, die wirklich kein Klischee ausliess. Selbst Gene Hackman, der ein weiteres Mal als Lex Luthor auftrat, konnte den Film nicht mehr retten.