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"Mad Max 2 - Der Vollstrecker" ist der beste Teil der Trilogie, durch die Mel Gibson (Lethal Weapon) den Durchbruch in Hollywood schaffte. Als einsamer Rächer lehrt er abermals bösen Buben das Fürchten.

Nachdem Mad Max (Mel Gibson) den Gangster Toecutter und dessen Gang "gepunisht" und somit den Mord an seiner Familie gerächt hat, zieht er mit seinem Hund in seiner Karre durch das australische Outback der durch einen Atomkrieg zerstörten Zukunft. Stets auf der Suche nach Benzin, da unter den Überlebenden der nuklearen Hölle längst ein blutiger Kampf um die letzten Treibstoffreserven entbrannt ist. Besonders schwer haben es die Betreiber einer kleinen Öl-Raffinerie, die von dem Banditen Humungus (Kjell Nilsson) und seiner Bande angegriffen werden. Für ein paar Kanister Benzin hilft der wortkarge Mad Max den Bedrängten...

Mel Gibson mimt hier den knallharten Einzelkämpfer Mad Max. Von dieser Kultfigur haben sich schon unzählige Regisseure für ihre eigenen Werke insprieren lassen. Nicht zuletzt Robert Rodriquez (Sin City), der in "El Mariachi" und "Desperado" seinen Protagonisten in einem ähnlichen Outfit und mit doppelläufiger Schrotflinte rumlaufen lässt. Doch an die von Mel Gibson verkörperte Figur kommt der El Mariachi noch lange nicht ran. Mad Max selbst ist älter und lebensmüder geworden. Als Punk-Schurke läuft dann noch Vernon Wells (Phantom Kommando) durchs Bild und will Mad Max ständig ans Leder. Dabei wird er allerdings öfters von Obermacker Humungus abgehalten, der eigentlich eine Witzfigur ist, die mit Metallunterhose und "Jason Voorhees-Gedächtnis"-Maske rumtanzt und einen auf mächtig gefähhrlich macht. Am Ende klebt er dann natürlich am Truckmotor.

Für ihre Zeit ist die Action in "Mad Max 2 - Der Vollstrecker" wahrhaft beeindruckend, was vor allem an den Verfolgungsjagden liegt, wogegen die heutigen "Alarm für Cobra 11" - Stunts immer noch kalter Kaffee sind. Auch hinter "Bad Boys 2" und "Terminator 2" brauchen sich die Autojagden nicht zu verstecken. Für die restliche Action sorgt ein knallharter Mad Mel. Die Kulissen sind ebenfalls gut in Szene gesetzt worden und beinflussten zahlreiche spätere Filme (von billigen Imitationen bis zum teuren "Waterworld").

Neben Snake Plissken und Rambo gehört Mad Max zu den Kult-Einzelkämpfern der Filmgeschichte und der Film selbst hat heute noch Kultstatus, den er durch seine Kompromisslosigkeit und Härte erlangte, die man in heutigen Action-Produktionen fast vergeblich sucht. Denn hier gibt's noch was straight auf die Fresse und es wird nicht nach Moral gefragt. Ein gutes Stück Old School-Action mit kleinen, aber nicht schlimmen, Storyschwächen.

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