Review

Tarka der Otter

Ein Film, den Kinder nicht alleine gucken sollten.

Er ist ähnlich wie “Der Bär” aufgebaut und spiegelt das Leben eines Otters wider. Besagter Otter namens Tarka hat mit den Schwierigkeiten der Natur beziehungsweise mit den Menschen zu kämpfen. Er befindet sich mit seiner Familie auf der Flucht, doch er verliert seine Mutter und schlägt sich so alleine durch, immer wieder von Jägern und Hunden gejagt, was schließlich auch sein Schicksal besiegelt. Die Geschichte wird einem von einem Sprecher erzählt, beziehungsweise reden die Menschen untereinander, der Otter allerdings nicht. Der Film basiert auf dem Buch von Henry Williamson und ist weitgehend unbekannt.


Lobenswert finde ich die Naturaufnahmen und die Untermalungen der Geschichte mit zum Beispiel der weisen Schleiereule. Die Jagdszenen sind gut und spannend für Kinder gemacht, auch die Geschichte ist sehr kinderfreundlich erklärt, auch wenn sie realistisch dargestellt ist. Da der Film sich mit der Otterjagd aus der Sicht eines Otters beschäftigt, ist dies kein Streifen zum Ablachen, sondern ein Film mit ernsten Hintergrund. Auf jeden Fall regt der Film zum Nachdenken an und das auf einem Themengebiet, was ich ausgesprochen lobenswert finde, auch wenn einige Szenen auf Kinder erschreckend wirken könnten.

Negative Punkte gibt es eigentlich keine, nur das Ende, dass alles andere als kindgerecht gemacht ist, da der Otter nachher mit einem “bösen” Hund zusammen stirbt, was einem ziemlich traurig stimmt, gerade wenn man die ganze Zeit dem Otter um sein Leben rennen gesehen hat. Ein weiterer negativer Punkt, der sich also aus diese erschließt, ist der, dass der Film meiner Meinung nach, nicht für 6-Jährige geeignet ist und ich es zweifelhaft finde. Der Film wurde außerdem 1979 gedreht, weshalb man keine supermodernen Bildabfolgen erwarten sollte, was ja auch nicht schlecht sein muss.


Ich persönlich habe bei dem Film gemischte Gefühle: Zu einem ist es wichtig, über so etwas nachzudenken, zum anderen ist er mir, wie erwähnt, für Kinder zu grausam gemacht worden, jeder sollte selbst entscheiden, ob er ihn (mit seinen Kindern) gucken möchte. Als Tierfilm ist er auf jeden Fall empfehlenswert.

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