Review

Eigentlich ist die Idee, der die Kurzgeschichte "Twenty Minutes" von James Salter zugrunde liegt, gar nicht mal so schlecht:
3 Internatsschüler, angeführt von dem frustrierten Teenager John (annehmbar: Lukas Haas) finden eine schöne Frau (unter Wert verkauft: Winona Ryder) bewußtlos im Wald. Da sie es, wieder zu sich gekommen, ablehnt ins Krankenhaus gebracht zu werden, schmuggeln die Jungs sie ins Wohnheim.
John, genervt vom stupiden Internatsleben, ist von der geheimnisvollen Fremden fasziniert, deren Schweigsamkeit seine Phantasie beflügelt - was hat sie zu verbergen und wie kann er sie dazu bringen, ihn mit ins Boot zu nehmen?

Leider wird das ganze jedoch ziemlich ungeschickt und spannungsarm aufgezogen und leider sind, mit Ausnahme der beiden Hauptdarsteller, alle Schauspieler unteres Serien-Niveau.
Dabei wäre gerade um so eine Geschichte glaubhaft und interessant zu machen hintergründiges, psychologisches Charakterspiel erforderlich, wofür aber schon das Drehbuch ganz anders gestrickt sein müßte und außer Ryder wohl auch sämtliche Darsteller hoffnungslos überfordern würde.

Nachdem zu Anfang noch eine gewisse Spannung vorliegt und Johns verzweifelte Versuche, seinen "Fund" vor den neugierigen Mitschülern zu verbergen, durchaus unterhalten, flacht in der zweiten Hälfte alles so gnadenlos ab, daß man meinen könnte, Regisseurin Stacy Cochran hätte keine Lust mehr gehabt und auch ich war versucht, bis zur nächsten Winona-Szene vorzuspulen...

Das ist für mich auch das einzige, was diesen Film sehenswert macht denn ihre Rehaugen kommen glücklicherweise auch in einem schlechten Film zur Geltung.
So gesehen ist der Höhepunkt des Films denn auch die Waschraum-Szene incl. Oberteil-Wechsel... aber mal ehrlich, das kanns doch wohl nicht sein, oder?

Alles in allem ein überaus schwacher Streifen aus dem man aber mehr hätte machen können, mit Winona-Fan-Bonus 4 Punkte.

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