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Als sich nach verheerenden Unwettern zwischen Tokio und München eine gewaltige Gewitterfront aufbaut, erahnt eine angesehene Meteorologin, dass dies der Vorbote einer neuen Eiszeit ist. Da ihr weder Kollegen noch Militärs glauben, macht sie sich mit ihrem Mann, einem Polarforscher, und dem Sohn auf eigene Faust an die Rettung der Welt.

Diese kanadische TV Produktion verbreitet vielleicht manches, nur kein Inferno irgendwelcher Art. Stattdessen sehen wir Standardplot 13/2, in der eine engagierte Metereologin den Weltuntergang via positiv geladener Blitze voraussieht, ihr natürlich kein Mensch glauben will, aber die tapfere Fachfrau natürlich vollkommen Recht behält. Die Qualität des Films läßt sich dabei schon am recht schwachen Intro erahnen, in dem die Wetterfee mal eben den bereits angeschalteten Mini Computer (das geht doch auf den Akku Mädel) aus der Tasche zieht und nach ca. 2sekündigem Blick aufs Display einen Blitzschlag auf ihre aktuelle Position voraussagt, der auch prompt kommt und eine Tanke K.O. schlägt.
Was folgt ist ein ziemlich nichtssagender Katastrophenfilm, der für eine karge Handvoll kanadischer Dollar gedreht wurde und dabei Charaktere und Tricks präsentiert, wie sie öder und blöder kaum sein könnten. Neben unserer Heldin gibt es noch ihren altklugen Junior, der die Blitzforschung mit Löffeln gefressen hat und ohne Ende die Nerven strapaziert, ihren Ehemann der in schlechter Kulisse in einer Wetterstation auf tollen Daddy macht und als Krönung noch die Schwester die die eigentliche Mutter der Juniors ist und somit noch einen grandios uninteresanten Subplot eröffnet, den sicher jeder sehen will.
Die Darsteller stehen dabei ihren Charakteren kaum nach und erreichen kaum das Durchschnittniveau selbst in Fernsehfilmmaßstäben gemessen.
Zudem kommt noch die lahme Erzählweise hinzu, wer auf spektakuläre Effekte spekuliert hat, bekommt nur wenig Futter für die Augen. Meist wird eh gelabert und nur selten werden die Auswirkungen des Megaunwetters ins Bild gebracht und falls doch fallen die Tricks arg mager aus. Über den wissenschaftlichen Hintergrund der ganzen Geschichte mag ich als Laie nur heftigst zweifeln. Im Endeffekt bleibt nur ein langatmiger, unspektakulärer Blah übrig, der schnellstmöglich in der Stratosphäre verdampft gehört.
2/10

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