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Der Teenager Charley Brewster ist ein junger Mann wie viele andere auch. Er wohnt noch Zuhause bei seiner Mutter und hat eine jungfräuliche Freundin namens Amy. Doch der Horrorfreak scheint sich eher für die Sendung „Fright Night“ zu interessieren, in welcher ein Show-Master Vampire erledigt. Grund genug für einen Streit. Als dann noch ein neuer Nachbar ins Nebenhaus zieht ist Charley als einziger überzeugt, dass es sich dabei um einen Vampir handelt, doch niemand glaubt ihm. Doch der Vampir-Nachbar bekommt dies auch mit und so werden die Nächte für Charley zu einer tödlichen Angelegenheit.

Fright Night ist so ein Semi-Klassiker der 80er, den man sich auch heute noch bedenkenlos anschauen kann. Die Geschichte des Nerds Charlie, dem keiner glauben will, das sich in der Nachbarschaft ein Blutsauger durch die Hälse junger Frauen zahnt, dürften die meisten schonmal gesehen haben. Die Story nimmt sich dabei alles andere als ernst, besonders der Peter Vincent Charakter bietet als Van Helsing für Arme und vor allem verkörpert von Roddy McDowall sorgt für Amusement, denn der harte Vampirkiller aus dem Fernsehen entpuppt sich als ziemliches Weichei, ohne dabei völlig zum Comic Relief zu verkommen.
Etwas nervig fand ich dagegen besonders zu Beginn die ewigen Streitereien zwisch Charlie und Amy, die ziemlich pubertär trotzig und somit eher nervig sind und für den Fortlauf der Handlung eigentlich keinerlei Bedeutung haben. Zum Glück gibts ja noch den vampiristischen Nebenanwohner, der verhindert, das die Nummer zu einerm Teenager-Drama wird. Dieser wird sehr charismatisch von Chris Sarandon verkörpert und sorgt nach dem ersten mißglückten Mordversuch an Charlie für eine steigende Horrorkomponente und spätestens im langgezogenen Showdown bekommt Fright Night allmählich die Kurve in Richtung Horror.
Die Effekte können sich dabei absolut sehen lassen, besonders die Masken der Vampire und des Werwolfes sind liebevoll gemacht. Die Darsteller darunter können dabei allerdings nicht zur Gänze überzeugen, speziell das junge Liebespaar wirkt eher beliebig austauschbar. Da können schon eher der böse Vampir und natürlich dessen hasenfüßiger Jäger Punkte sammeln. Schön auch zu sehen, das man sich hier streng an den alten Vampirmythos hält. Hier wird mit Weihwasser, Kruzifixen, Knoblauch, nicht vorhandenem Spiegelbild und Haus betreten nur nach Einladung gearbeitet, das es sogar Bram Stoker persönlich eine Freude wär. Insgesamt ist Fright Night eine unterhaltsame Nummer, der aber doch etwas an Spannung fehlt. Gut, aber nicht hochklassig.
7/10 

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