Review

"Fright Night" darf getrost zu den besten Horrorkomödien gezählt werden. Regisseur Tom Holland, der hier sein Regiedebüt gab, wurde einige Jahre später mit "Chucky" bekannt. Aber auch viele andere spätere Stars gaben hier ihr Stelldichein.

Charly Brewster ist ein Horrorfilmfreak wie aus dem Bilderbuch: bei Mama lebend, eine "zögerliche" Freundschaft mit seiner Freundin Amy (Amanda"Marcy Darcy"Bears) haltend und total fasziniert von der Horrorshow "Fright Night", die vom Showmaster Peter Vincent (Roddy McDowall) moderiert wird. Eigentlich verläuft sein Leben in geordneten Bahnen bis zu einem Abend...in dem er in das Fenster seines neu zugezogenen Nachbarn Jerry Dandridge (Chris Sarandon) lugt - eine Schönheit wird von diesem geradezu vernascht; einen Tag später wird sie kopflos aufgefunden! Charly forscht nach und kommt zu dem Entschluss, dass Jerry ein Vampir sein muss; doch keiner schenkt ihm Glauben --- außer Jerry, denn dieser kennt die Wahrheit. Fortan muss auch Charly aufpassen, nicht kopflos zu enden...

"Fright Night" ist ein sehr guter Vampirfilm, eine sehr gute Komödie. Tom Holland schafft es geschickt die Gratwanderung zwischen Horrorfilm und spritziger 80er-Jahre-Komödie zu meistern. Hier kann man sagen das alles stimmt: Story, Schauspieler, Atmosphäre und Effekte. Insbesondere die hochkarätigen Darsteller spielen gut innerhalb der Geschichte. Geschickt wird der moderne Dracula-Nachfolger der Neuzeit präsentiert. Chris Sarandon als Vampir ist dämonisch wie charmant/verführerisch zugleich. Ihm Gegenüber ist Roddy McDowall als Quasi-VanHelsing wieder Willen. Die beiden sind Widersacher in der schwarzhumorigen Geschichte, in denen geschickt der Mythos Vampir behandelt auf neuzeitliche Weise behandelt wird; nicht aber klassische Vampirmotive zu vernachlässigen. Aber auch die restlichen Darsteller können überzeugen und sind im Vergleich zu heutigen Filmen auch in den "Teenierollen" glaubwürdig besetzt. Dennoch gibt es außer Charly und Amy nur noch den besten Freund der Jungspund ist; auf oberflächliche Nebencharaktere wird zugunsten der Hauptprotagonisten verzichtet.
Neben dem "bissigen Humor", der nie ins lächerliche gleitet, sondern liebevoll hommagiert, gibt es auch einige sehr gute Special-Effects zu bestaunen, die bisweilen hart und tragisch rüberkommen (Werwolf-Szene),;dennoch wird auf übertriebenen Splatter verzichtet, so das die Szenen nie selbstzweckhaft sind. Auch sind nur wenige F/X in dem temporeichen Film zu bestaunen, was dem Sehvergnügen jedoch keinem Abbruch tut. Aber was wäre ein Vampirfilm ohne Blut schon? Auch Masken (insbesondere die Vampirmaskeraden) können überzeugen. Abgerundet wird der Film durch die schöne 80-Jahre-Musik, die besonders schön in der Discoszene zur Geltung kommt!

Fazit: Ein moderner Klassiker der Vampirkomödie!

Details
Ähnliche Filme